Titandioxid


Die Europäische Kommission hatte im Sommer den Farbstoff Titandioxid als Lebensmittelzusatzstoff verboten. Nun urteilte der Europäische Gerichtshof (EuGH), dass die entsprechende Verordnung nichtig ist.

Stiftung Warentest hat 40 Universal-Zahnpasten getestet und dabei erstmals Pasten mit dem Weißfarbstoff Titandioxid abgewertet. Er steht im Verdacht, krebserregend zu sein.

Die Europäische Kommission hat nun ein Verbot für die Verwendung von Titandioxid als Lebensmittelzusatzstoff erlassen. Damit folgt die EU mit zweieinhalb Jahren Verspätung dem Beispiel Frankreichs.

Die Stiftung Warentest hat 17 Lippenstifte in Rosenholztönen getestet: Alle sind schadstoffbelastet und enthalten Titandioxid, auch Naturkosmetik. Zwei von ihnen fallen durch, darunter das teuerste Produkt.

Mitte Mai hat die Europäische Union den Lebensmittelzusatzstoff Titandioxid als „nicht mehr sicher“ eingestuft. Jetzt kündigen einige Zahnpasta-Hersteller einen Verzicht auf den Weißfarbstoff an – andere nicht.

Aufgrund einer Neubewertung der EU wird die Risikoeinschätzung zu Titandioxid verschärft. Zahnpasten, in denen Titandioxid unter der Bezeichnung CI 77891 ebenfalls enthalten ist, sind vorerst nicht betroffen.

Mit einer jetzt in Kraft getretenen Verordnung klassifiziert die Europäische Union das Weißpigment Titandioxid als "vermutlich krebserregend". Die Kennzeichnung hängt jedoch von verschiedenen Faktoren ab.

Nachdem Frankreich die Verwendung von Titandioxid in Lebensmitteln seit Januar verboten hat, wollen in Deutschland viele Hersteller den umstrittenen Weißmacher aus ihren Produkten verbannen.

Auch 3M ESPE hat ein Titandioxid-haltiges Mattierungsspray am Markt. Es ist für die vorgesehene Anwendung sicher, sagt der Hersteller und argumentiert mit der Partikelgröße.

Der Fall einer krebserkrankten Zahnärztin, die gegen Vita-Zahnfabrik klagt, schürt die Diskussion um Titandioxid. Heute verzichtet der Hersteller auf den Inhaltsstoff wie auch auf lose Nanopartikel.