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Erfolgreich bewerben: Der Lebenslauf

Nicht allein die Qualifikation ist für den Erfolg einer Bewerbung entscheidend. Dieser Artikel schlüsselt auf, was im Lebenslauf stehen muss, was hinein kann, und worauf man besser verzichten sollte.

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Ein notwendiger Teil der Bewerbung: Der Lebenslauf. rh2010/Fotolia

Der Lebenslauf ist eine chronologische Darstellung der eigenen Vita. Ganz so einfach, wie es klingt, ist es aber nicht! 

Das muss hinein:

Persönliche Angaben: Name und Vorname, Geburtsdatum, Geburtsort und Anschrift müssen zwingend genannt werden. Seitdem das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz in Kraft getreten ist, sind Angaben zur Staatsangehörigkeit, Familienstand und Konfession nicht mehr verpflichtend, zum Teil dennoch sinnvoll. So kann bei der Bewerbung auf eine Vollzeitstelle und einer voraussichtlich hohen Arbeitsbelastung die Angabe "ledig" durchaus positiv wirken.

Zeitangaben: Die verschiedenen Abschnitte im Lebenslauf immer durch Angaben „von... bis“ kennzeichnen. Bei längeren Zeitspannen ist die Nennung der Jahre ausreichend. Bei kürzeren Zeiträumen, wie Praktika oder Auslandsaufenthalten, sollten auch die Monate notiert werden.  

Studium: Studienort und Zeitraum sowie Abschluss nennen.

Promotion (falls vorhanden): Titel, Betreuer, Fachabteilung, Klinik und Zeitraum nennen.

Veröffentlichungen (falls vorhanden): Titel, Autoren, Jahr, Verlag angeben.

Berufserfahrungen: Zeitraum, Arbeitgeber, Fachrichtung, Arbeitsbereiche nennen.

Engagement: Stipendien oder Preise, die Arbeit in der Fachschaft oder in der Selbstverwaltung können hier aufgezählt werden. Wenn ein Freies Soziales Jahr (FSJ) oder der Zivil- bzw. Bundesfreiwilligendienst in einer zahnmedizinisch relevanten Einrichtung erfolgt ist, kann auch dies angegeben werden.

Fremdsprachen: Sind natürlich vor allem relevant, wenn man sich im Ausland bewirbt. In jedem Fall sollte man allerdings seine Kenntnisse benennen, im Idealfall mit einem Verweis auf Sprachtests. 

Unterschrift: Eine Unterschrift unter dem Lebenslauf ist Pflicht. Man muss den Namen aber nicht noch einmal unter die Unterschrift drucken. Bei einer digitalen Bewerbung ist es ausreichend, wenn ein Scan der Unterschrift eingefügt wird.

Das kann hinein: 

Bewerbungsfoto: Zwar ist es keine Pflicht mehr, ein Bewerbungsfoto beizufügen, die amerikanische Form der anonymisierten Bewerbung ohne Foto ist zumindest in der Gesundheitsbranche in Deutschland aber noch nicht sehr verbreitet. Es lohnt sich, das Bild von einem Fotografen machen zu lassen - auf Passbilder aus dem Automaten sollte man besser verzichten. 

Fettdruck: Unterüberschriften und wichtige Passagen, wie zum Beispiel die Promotion, kann man fetten, muss es aber nicht. Auch eine (matte) farbliche Markierung ist möglich. 

Examens-Note: Wenn die Note der Examensarbeit zur beworbenen Stelle passt (z.B. Uni-Klinik, Forschung, Hochleistungszahnmedizin), kann man sie nennen. Wenn man sich für die Mitarbeit in einer Praxis bewirbt, wo Teamgeist wichtiger ist, lässt man die Note besser weg. Sonst läuft man Gefahr, als „Einzelkämpfer“ wahrgenommen zu werden, bei dem es unter Umständen bei der Integration in ein bestehendes Team zu Schwierigkeiten kommt. 

Abiturnote: Sie wurden für das Zahnmedizinstudium zugelassen und haben dieses erfolgreich bestanden. Daher spielt die Abiturnote bei Zahnärzten keine große Rolle mehr.

Hobbies: Wenn diese keinen relevanten Bezug zur Bewerbung haben, sollte man diese auch nicht im Lebenslauf benennen. Niemand interessiert sich für Angaben wie Lesen, Reisen, Kochen. Heben Hobbies wiederum die Persönlichkeit hervor, kann eine Angabe sinnvoll sein. An dieser Stelle ist es geschickt, das Wort Hobby gegen ein Wort mit mehr Berufsbezug auszutauschen, wie "Berufsbezogene Interessen" oder "Engagement" (s.o.).

Nicht empfehlenswert: 

Vorlagen: Kostenlose Vordrucke aus dem Netz, die nicht ohne Grund bei den Suchmaschinen ganz oben gelistet werden - lieber den Lebenslauf selbst gestalten, das ist persönlicher. 

Ganze Sätze: Ausformulierte Sätze stehen im Anschreiben, Stichpunkte stehen im Lebenslauf. 

Dekorative Schriftarten: Mit den Standardschriften "Times New Roman" und "Arial" macht man nichts falsch. Etwas schicker und moderner sind serifenlose Schriftarten wie "Helvetica" oder "Lato". Die Schriftgröße sollte nicht kleiner als 10 Punkt und nicht größer als 12 Punkt sein.

Extraordinäres Layout: Am besten ein schlichtes und übersichtliches Layout verwenden. Farbige Rahmen, Grafiken oder Unterstreichungen lenken nur ab. 

Lücken: Auszeiten sollte man nicht verheimlichen, sondern ehrlich dazu stehen. Längere Zeitabschnitte ohne berufliche Tätigkeit, wie Urlaubszeiten oder die Betreuung eines eigenen Kindes, machen den Lebenslauf individuell und damit besonders. Kürzere Urlaubsreisen gehören nicht hier hin. 


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