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Kind und Praxis – Spagat zwischen zwei Welten

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Juliane von Hoyningen-Huene. Zahnärztin, stellvertretende Vorsitzende des BdZA und Mitglied des Vorstandes der Zahnärztekammer Berlin. Kontakt: starter@bdza.de Foto: Privat

Und plötzlich herrscht Berufsverbot - jetzt besser keine halben Sachen machen!

Gerade das Berufsverbot, das sofort nach Bekanntgabe der Schwangerschaft vom Arbeitgeber ausgesprochen werden muss, macht es für die Praxis, die angestellte Zahnärztin und auch für die Praxisinhaber nicht einfach. Schwangere und stillende angestellte Zahnärztinnen dürfen nicht mit infektiösen Patienten in Kontakt kommen, sich keinen Röntgenstrahlen aussetzen, keine chirurgischen Eingriffe vornehmen und vieles mehr. Theoretisch ist zwar auch nur ein teilweises Berufsverbot möglich, eine schwangere Zahnärztin kann beispielsweise noch in der Praxisverwaltung helfen, auch stundenweise. In den meisten Fällen macht eine Freistellung aber mehr Sinn, gerade in kleinen Zahnarztpraxen. Der Lohn wird weitergezahlt, die Kosten trägt die Krankenkasse über ein Umlageverfahren. So ist es beispielsweise ohne finanzielle Einbußen möglich, eine Schwangerschafts- und Elternzeitvertretung einzustellen.

Für Zahnärztinnen mit eigener Praxis gelten Berufsverbot und Mutterschutzfristen nicht. Wer eine eigene Praxis führt und Mutter werden will, hat zwar keine finanzielle Absicherung wie die angestellten Kolleginnen, dafür kann der Wiedereinstieg flexibel geregelt werden, und mit der richtigen Mitarbeiterin oder dem richtigen Mitarbeiter kann man das Kind auch mal in der Praxis betreuen lassen. Denn irgendwie funktioniert die Organisation in Schwangerschaft und Elternzeit immer und der Wiedereinstieg kann ins Auge gefasst werden.

Gute Planung und eine Portion Gelassenheit: Der Wiedereinstieg in Teilzeit

Grundsätzlich soll das Elterngeld-Plus für Angestellte eine Arbeit in Teilzeit auch in der Elternzeit ermöglichen,das wird aber durch das Berufsverbot für stillende Mütter eingeschränkt. Wenn also beispielsweise ein halbes Jahr gestillt wird, ist es danach prinzipiell möglich, wieder stundenweise in der Praxis zu arbeiten und somit den Anschluss nicht vollständig zu verpassen. Gerade in den ersten Monaten der Kinderbetreuung sollte mit eingeplant werden, dass auch Krankheitszeiten der Kinder abgedeckt werden müssen. Wer also wann für das Kind da sein kann, wenn es krank ist, sollte vorab geklärt werden.

Vom Perfektionismus, den Zahnärzte berufsbedingt häufig ausleben, muss man sich wie gesagt verabschieden, wenn man die Elternrolle übernimmt. Viele Absprachen sind notwendig, und dazu Kompromissbereitschaft, Stressresistenz und Gelassenheit. In einem guten Praxis- oder Elternteam ist aber vieles möglich, man muss es nur angehen.

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