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Bilanz nach 20.000 Screenings

In Düsseldorf ringen die Sportler der Special Olympics noch bis zum Wochenende um Siege. Am Rande der Spiele können sie beim Programm Healthy Athletes ihre Gesundheit testen lassen. Ein Bericht über die Hintergründe.

SOD/Julia Krüger

Wenige Minuten nachdem auf der Bühne im Olympic Town die Grußworte gesprochen sind, trennt die Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium, Ingrid Fischbach, das zeremonielle Band, das den Eingang des Healthy Athletes-Zeltes versperrt. Nun ist der Weg frei zu kostenlosen Gesundheitschecks, die SOD seinen Athleten anbietet.

Sportliche und gesellschaftliche Teilhabe fördern, lautet das Ziel von Special Olympics Düsseldorf (SOD) und somit auch von Healthy Athletes. Seit zehn Jahren bestehen die Initiativen um das Programm, in dem in sechs Disziplinen Screenings von Sportlern mit geistigen Behinderungen durchgeführt werden. 20.000 Screenings hat es seit der Einführung gegeben.

FDP-Politikerin Dr. Ulrike Flach, Prof. Dr. Andreas Meyer Falke, Gesundheitsdezernent der Stadt Düsseldorf, SOD-Präsident Gernot Mittler, SOD-Vizepräsident Detlef Parr und die parlamentarische Staatssekretärin Ingrid Fischbach eröffneten das Gesundheitsprogramm Healthy Athletes. | SOD

Die Sportler sind bereits die bestversorgte Gruppe

Das Ergebnis ist eindeutig: Es besteht Handlungsbedarf bezüglich des gesundheitlichen Zustandes von Menschen mit geistiger Behinderung. Besonders besorgniserregend ist die Tatsache, dass es sich bei den Sportlern bereits um diejenige Gruppe von Menschen mit geistiger Behinderung handelt, die am besten versorgt wird. Meist sind die Sportler Menschen, die durch ihre Familie oder in ihren Einrichtungen große Unterstützung erfahren und auch sonst stark gefördert werden.

„Bei Nicht-Sportlern sehen das medizinische Bewusstsein und der Gesundheitszustand noch einmal viel schlechter aus", ist sich Dr. Christoph Hils (Clinical Director Zahnmedizin bei Healthy Athletes) sicher.

Athleten für eine gesunde Lebensweise sensibilisieren

Beim Gesundheitsprogramm geht es nicht darum, vor Ort Therapien zu beginnen oder gar Medikamente zu verschreiben. Es werden bis auf Notfälle lediglich ärztliche Empfehlungen ausgesprochen und das Interesse an medizinischer Behandlung und gesunder Lebensweise angeregt. Die Wirkung des Programms soll sich über die sportliche Elite auf die breite Masse ausdehnen. Der Trend zur besseren Versorgung soll sich bemerkbar machen. „Dabei steht jederzeit der Athlet im Mittelpunkt“, erklärt Gabriele Kapella (Clinical Director Fun/Fitness bei Healthy Athletes).

Meist in kleinen Gruppen, begleitet von einem Betreuer, kommen die Athleten zu ihrer gewünschten Untersuchung. Bei der Anmeldung wird ihnen in aller Ruhe erklärt, wie die Untersuchung abläuft und welche Stationen es genau gibt.

Im Opening-Eyes-Bereich erfolgt beispielsweise zuerst eine Eingangsuntersuchung, die den Ist-Zustand feststellt: Welche Sehstärke hat der Patient, hat er eine Brille und wenn ja, in welcher Stärke? In der Folge absolviert der Athlet in Begleitung der Helfer eine Reihe von Stationen, um eine eventuelle Fehlsichtigkeit zu bestimmen. Indem bei dabei lediglich einfache Symbole erkannt, statt Buchstaben gelesen werden müssen, versucht man, dem Athleten die Untersuchung zu erleichtern. 

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