Assistenz

Zystische Aufhellungen im UKSZ

Ein Zufallsbefund bei einem 14-jährigen Jungen brachte eine interessante Diagnose: Die beidseitige Veränderung der Unterkieferseitenbereiche erwies sich als Hormonerkrankung.

Simone Bojer, Susanne Schnabel, Herbert Rodemer

Abbildung 1: Zystische Aufhellungen im Unterkieferseitenzahngebiet beidseits im Orthopantomogramm Simone Bojer, Susanne Schnabel, Herbert Rodemer
Abbildung 2: Klinisches Bild der Knochenauftreibung im linken Kieferwinkel Simone Bojer, Susanne Schnabel, Herbert Rodemer
Abbildung 3: Zystische Auftreibungen im Kieferwinkel beidseits im Axialschnitt der Computertomografie Simone Bojer, Susanne Schnabel, Herbert Rodemer
Abbildung 4: Zystische Auftreibung im Kieferwinkel links im Axialschnitt der Mittelgesichtscomputertomografie Simone Bojer, Susanne Schnabel, Herbert Rodemer
Abbildung 5: Intraoperativer Situs mit Sichtbarwerden des bräunlichen Turmorgewebes im linken Unterkieferwinkel vor Osteotomie des Zahnes 38 Simone Bojer, Susanne Schnabel, Herbert Rodemer
Abbildung 6: Intraoperativer Situs mit Sichtbarwerden des bräunlichen Turmorgewebes im linken Unterkieferwinkel nach Osteotomie des Zahnes 38 Simone Bojer, Susanne Schnabel, Herbert Rodemer
Abbildung 7: Klinisches Bild des braunen Tumors nach Kürettage im Bereich des linken Kieferwinkels Simone Bojer, Susanne Schnabel, Herbert Rodemer
Abbildung 8: Intraoperativer Situs nach Osteotomie des Zahnes 38 und kompletter Kürettage des bräunlichen Tumorgewebes im linken Unterkiefer Simone Bojer, Susanne Schnabel, Herbert Rodemer

Der jugendliche Patient wurde im März 2014 mit einem Überweisungsauftrag von seinem Hauszahnarzt zur Weiterbehandlung in unserer Ambulanz vorstellig. Anamnestisch teilten uns die Eltern des Jungen mit, dass die Veränderungen im Unterkieferseitenzahngebiet beidseits als Zufallsbefund aufgefallen seien, nachdem ein Orthopantomogramm bei seinem Hauszahnarzt angefertigt wurde. Allgemeinmedizinisch fiel eine Wachstumsretradierung des Jungen auf.

Er lag bezüglich seiner Körperlänge mit 134 Zentimeter als auch des Gewichtes mit 28 Kilogramm auf der untersten Perzentile. Die Eltern berichteten jedoch, dass ihr Sohn diesbezüglich bereits in Behandlung sei und eine Hormonersatztherapie aktuell nicht indiziert sei.

Klinische Diagnosestellung

Die klinische Untersuchung zeigte einen enoralen entzündungs- und schmerzfreien Zustand im Unterkiefer beidseits. Lingual der Molaren im rechten und linken Unterkiefer waren jedoch Auftreibungen des Knochens mit Verdrängung der Zähne 37 und 47 nach vestibulär sicht- und tastbar. Das von dem jungen Patienten mitgebrachte Orthopantomogramm zeigte multiple zystische Aufhellungen im Unterkieferseitenzahngebiet beidseits. Die Zähne 38 und 48 waren angelegt, jedoch retiniert und verlagert. Aufgrund dieser Befunde  und der klinischen Untersuchung wurde zur weiteren Diagnostik eine Computertomografie veranlasst.

In der Computertomografie des Gesichtsschädels zeigten sich beidseits im Unterkiefer ausgedehnte zystische Aufhellungen mit weichteildichter Binnenstruktur. Im linken Unterkiefer sah man eine zwischen den Zähnen 34 und 35 beginnende buccal gelegene zystische Knochenstrukturauflockerung, die sich nach distal hin ausdehnte und in eine große gekammerte zystische Knochenstrukturauflockerung im Bereich der Zähne 35 und 36 sowie im Bereich des Muskelfortsatzes mit Ausdünnung der mesialen Knochenwand einherging.

Der Zahn 38 war weit nach mesiolingual verlagert. Im rechten Unterkiefer fanden wir ebenfalls eine zystische Knochenstrukturauflockerung im Bereich der Zahnwurzeln 45 und 46, die nach distal hin in eine große gekammerte Knochenstrukturauflockerung mit Ausdehnung in den Muskelfortsatz und Ausdünnung der mesialen Knochenwand überging. Der Zahn 48 war ebenfalls nach mesiolingual verlagert. Aufgrund dieses Computertomografie-Befundes wurde der Verdacht auf keratozystische odontogene Tumoren geäußert.

Nach praeoperativer Auf- und Abklärung wurden die Zystektomien im Unterkieferseitenzahngebiet beidseits sowie die Entfernung der verlagerten Weisheitszähne in Intubationsnarkose und unter stationären Bedingungen in der Kinderklinik geplant.

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