Assistenz

Zystische Aufhellungen im UKSZ

Abbildung 1: Zystische Aufhellungen im Unterkieferseitenzahngebiet beidseits im Orthopantomogramm Simone Bojer, Susanne Schnabel, Herbert Rodemer
Abbildung 2: Klinisches Bild der Knochenauftreibung im linken Kieferwinkel Simone Bojer, Susanne Schnabel, Herbert Rodemer
Abbildung 3: Zystische Auftreibungen im Kieferwinkel beidseits im Axialschnitt der Computertomografie Simone Bojer, Susanne Schnabel, Herbert Rodemer
Abbildung 4: Zystische Auftreibung im Kieferwinkel links im Axialschnitt der Mittelgesichtscomputertomografie Simone Bojer, Susanne Schnabel, Herbert Rodemer
Abbildung 5: Intraoperativer Situs mit Sichtbarwerden des bräunlichen Turmorgewebes im linken Unterkieferwinkel vor Osteotomie des Zahnes 38 Simone Bojer, Susanne Schnabel, Herbert Rodemer
Abbildung 6: Intraoperativer Situs mit Sichtbarwerden des bräunlichen Turmorgewebes im linken Unterkieferwinkel nach Osteotomie des Zahnes 38 Simone Bojer, Susanne Schnabel, Herbert Rodemer
Abbildung 7: Klinisches Bild des braunen Tumors nach Kürettage im Bereich des linken Kieferwinkels Simone Bojer, Susanne Schnabel, Herbert Rodemer
Abbildung 8: Intraoperativer Situs nach Osteotomie des Zahnes 38 und kompletter Kürettage des bräunlichen Tumorgewebes im linken Unterkiefer Simone Bojer, Susanne Schnabel, Herbert Rodemer

Entfernung der zystischen Knochenläsionen

Im April 2014 erfolgte die Exploration der zystischen Veränderungen im Unterkieferseitenzahngebiet beidseits in Intubationsnarkose. Nach zusätzlicher intraoraler Infiltrationsanästhesie erfolgte zunächst die Schnittführung über der Linea obliqua des rechten aufsteigenden Astes mit marginaler Inzision entlang der Zähne 47 und 46.

Nach Abklappen des Mukoperiosts fand sich ein submukös, im Knochen gelegenes braunes, solides Tumorgewebe, das zum Teil mit dem deckenden Weichgewebe verwachsen war. Das Mukoperiost wurde nun auch von der Lingualseite des aufsteigendes Unterkieferastes abpräpariert und zunächst der nach mesiolingual retinierte sowie verlagerte Zahn 48 durch Osteotomie entfernt.

Das zu entfernende Zahnsäckchen des Zahnes 48 stand nicht mit dem Tumorgewebe im Knochen in Verbindung. Das bräunlich verfärbte Tumorgewebe wurde nun mit dem Raspatorium und dem scharfen Löffel entfernt und zum Teil zur Schnellschnittdiagnostik an den Pathologen übersandt.

Bei der Kürettage des bräunlichen Tumorgewebes fiel auf, dass keine scharfe Begrenzung zum Knochen bestand und der umgebene Knochen zum Teil in seiner Struktur aufgelockert war. Das restliche bräunliche Tumorgewebe wurde zur patho-histologischen Untersuchung in Formalin aserviert.

Nach kompletter Entfernung des Tumorgewebes erfolgten die Einlage einer Redondrainage und das Auffüllen des Hohlraumes mit tissue vlies sowie ein speicheldichter Wundverschluss mit Einzelknopfnähten. Danach wurden die Osteotomie des weit nach mesiolingual verlagerten Zahnes 38 und die Kürettage der Neubildung im linken Unterkiefer in gleicher Weise durchgeführt.

In der Schnellschnittdiagnostik  wurde die Diagnose eines „Braunen Tumors“ möglicherweise im Zusammenhang mit einem Hyperparathyreoidismus/Osteodystrophia fibrosa generalisata gestellt. 

Postoperative Therapie

Perioperativ wurde bereits eine intravenöse Antibiose eingeleitet und insgesamt für fünf Tage prolongiert. Die intraoperativ eingelegten Redondrainagen im Unterkiefer beidseits wurden am fünften postoperativen Tag entfernt, und der junge Patient konnte mit reizlosen Wundverhältnissen in die ambulante Nachsorge entlassen werden. Der weitere Heilungsverlauf gestaltete sich komplikationslos.

Aufgrund des im Schnellschnitt diagnostizierten braunen Tumors im linken Unterkiefer, der mit einem Hyperparathyreoidismus assoziiert sein kann, wurde von den Kinderärzten postoperativ eine spezielle serologische Untersuchung des Knochenstoffwechsels durchgeführt. Diese ergab eine erniedrigte Konzentration des Vitamin D25, Parathormon und Vitamin D1,25 lagen dagegen im Normbereich.

Auch der 24-Stunden-Sammelurin sowie das Serum zeigten keine Pathologien hinsichtlich der Konzentrationen an Phosphat und Kalzium.

Nach Vorliegen der Laborergebnisse zeigte sich zunächst kein manifester Hyperparathyreoidismus. Da in der definitiven Histologie der eingesendeten Präparate allerdings ein brauner Tumor im Unterkiefer beidseits diagnostisch bestätigt wurde, wurde eine spezielle weiterführende Abklärung des Knochenstoffwechsels durch die Kollegen der Kinderklinik unter ambulanten Bedingungen veranlasst.

Bei der weiterführenden ambulanten Behandlung in der Kinderklinik wurde eine erneute Blutentnahme zusammen mit einer Urinprobe in ein Labor nach Lübeck gesandt. Diese Untersuchung bestätigte das Vorliegen des bereits vermuteten Hyperparathyreoidismus. Die weitere Behandlung wurde von den Kollegen der Kinderklinik eingeleitet und übernommen.

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