Praxisgründer

Das ideale Wartezimmer

Trend zur Natur

Im Trend liegen moderne Interpretationen natürlicher Materialien, wie Holzpaneelen an der Wand. Beim Boden gibt es im Wartebereich unter Hygiene-Gesichtspunkten weniger zu beachten als in den Behandlungsräumen, auch hier sollte aber praktischen und langlebigen Materialien der Vorzug gegeben werden. Eine einheitliche Fußbodengestaltung für die gesamte Praxis bietet sich in der Regel an. Wichtig ist eine rutschhemmende Qualität, denn im Wartezimmer wie auch im Eingangsbereich wird das Material schnell glatt, wenn die Patienten viel Nässe hereintragen.

7. Beleuchtung - wohnliche Atmosphäre schaffen

Angenehmes, blendfreies Licht ist nicht nur in den Behandlungszimmern wichtig, sondern auch im Wartezimmer. Ideal ist eine Kombination verschiedener indirekter und direkter Lichtquellen, die eine wohnliche Atmosphäre schafft. Downlights mit moderner LED-Technik ermöglichen eine angenehme Beleuchtung und ersetzen das Tageslicht, wenn es früher dunkel wird. Mit hellen, warmen Farben an den Wänden kann man das Lichtkonzept zusätzlich unterstützen.

8. Sitzgelegenheiten - Lounge-Sessel oder Sitzsack?

Idealerweise bietet man den Patienten eine Kombination unterschiedlicher Sitzmöbel an – höhere Stühle mit Armlehnen für Ältere, Sitzsäcke für Jugendliche. Im Trend liegen besonders Lounge-Möbel und hochwertige Einzelsessel. Dabei ist es wichtig für das Wohlbefinden der Patienten, dass die Sitzgelegenheiten ausreichend Abstand haben. Ideal ist ein abgetrennter Kinderwartebereich mit passenden Sitzgelegenheiten – das ist sowohl für die Eltern, als auch für die anderen Patienten angenehm.

9. Zerstreuung und Ablenkung - Unterwasserwelt zur Entspannung

Gerade für Angstpatienten ist es wichtig, dass sie sich im Wartezimmer entspannen können. Aber auch der durchschnittliche Patient ist angespannt, bevor er in das Behandlungszimmer kommt und sollte deshalb unterschiedliche Angebote zur Zerstreuung finden. Zum Standard gehören aktuelle und zielgruppengerechte Zeitschriften. Auch der Bildschirm kann dafür sehr gut eingesetzt werden. Eine positive Stimmung wird erzeugt, wenn das Bewegtbild zur Jahreszeit passt – mit Kaminfeuer im Winter, Zugvögeln im Herbst oder Unterwasserwelten im Sommer.

10. Service - Kinder und Erwachsene ansprechen

Schon während der Wartezeit sollten den Patienten Wertschätzung und Interesse signalisiert werden. Dazu gehört es, ihnen Getränke wie ein Glas Wasser oder einen Kaffee anzubieten. Auch der Hinweis auf den Zugang zum kostenlosen W-Lan – das natürlich vom Praxisnetzwerk komplett getrennt sein muss – wird nicht nur von jugendlichen Patienten sehr positiv aufgenommen. Besondere Spielangebote für Kinder unterschiedlicher Altersgruppen sorgen dafür, dass die jungen Patienten den Praxisbesuch mit positiven Erinnerungen verbinden.

11. Patienteninformation - Zeit fürs Marketing

Das Wartezimmer sollte auch für das direkte Praxismarketing genutzt werden. Neben Broschüren und Plakaten mit Informationen über das Praxisprofil und besondere Behandlungsmethoden ist der Bildschirm ein effektives Medium, um die Patienten über einzelne Leistungen der Praxis zu informieren. Eine Vorstellung des Praxisteams mit Bild gehört ebenfalls in das Wartezimmer.

12. Gutes Raumklima fürs Wohlbefinden

Vor allem bei innenliegenden Wartebereichen ist eine automatische Lüftung wichtig. Auch in Wartezimmern mit Fenstern kann eine solche Belüftung sinnvoll sein, um ein gutes Raumklima zu schaffen. Angenehme Düfte wirken entspannend und können – dezent eingesetzt – das subjektive Wohlbefinden positiv beeinflussen. Andererseits ist ein Geruch nach Desinfektionsmittel zu vermeiden, da er eher negativ belegt ist und schnell unangenehme Erinnerungen der Patienten weckt.