Praxisgründer

"Sie sind für Ihre Praxis das größte Risiko!"

Der Plan steht - Sie wollen sich niederlassen. Jetzt wird es aufregend für Sie: Businessplan erstellen, Standort suchen, Personal einstellen - und Versicherungen abschließen! Denn Sie selbst sind das größte Risiko.

Wie wichtig eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist, wissen die meisten Zahnmediziner. Um mit dem Praxisberater auf Augenhöhe ein belastbares Versicherungskonzept ausarbeiten zu können, brauchen Gründer aber noch mehr Know-how. lassedesignen - Fotolia

Meist steht der junge Zahnarzt mit noch recht dünner Eigenkapitalausstattung da, so dass definitiv eine Kreditfinanzierung für die Aufnahme der Selbstständigkeit notwendig sein wird. Doch wie erstelle ich einen Businessplan, der auch noch von den Banken akzeptiert wird? Erfahrene Steuerberater oder spezialisierte Berater helfen bei der Planung und der Erstellung der banküblichen Unterlagen zur Gewährung eines Kredits. Doch der Prozess der Businessplan-Erstellung kostet den baldigen Jungunternehmer auch mit Beratern eine Menge Zeit und Gehirnschmalz. Ist auch dieser Schritt geschafft, der Praxisgründungskredit hoffentlich mit den richtigen Fördermitteln der KfW bestückt, dann kann jetzt die Selbstständigkeit starten, oder?

Die Unverzichtbare: Berufshaftpflicht

Nun ist meist der Zeitpunkt gekommen, an dem das Thema Versicherungen auf den Plan tritt. Vorher war dieser Aspekt eher eine schwammige Größe im Businessplan - so Pi mal Daumen kalkuliert. Über die Inhalte wurden sich bisher meist noch keine Gedanken gemacht. Doch jetzt braucht der Zahnarzt zumindest für die Zulassung eine Berufshaftpflichtversicherung. Schon bei dieser einfachen Pflichtversicherung gilt es aufzupassen, denn nicht selten können die Beiträge je nach Gesellschaft zwischen 300 Euro und 1.000 Euro pro Jahr schwanken.

Auch die Inhalte gilt es zu prüfen. Ist beispielsweise Oralchirurgie ein Thema? Habe ich angestellte Zahnärzte in der Praxis? Hier helfen spezialisierte Makler bei der adäquaten Beratung und Absicherung. Verständlicherweise möchte der Zahnarzt jetzt endlich nach langen Monaten der Vorbereitung in der Praxis tätig werden und sich nicht auch noch mit Versicherungsbedingungen auseinandersetzen. Daher rät Hendrik Stoltenberg, Mitarbeiter der Beratungsfirma TGI Finanzpartner, immer zu einer Beratung bei einem Versicherungsmakler, der unabhängig verschiedene Gesellschaften und Konzepte maßgeschneidert auf individuelle Bedürfnisse vermitteln kann. Um sicher zu gehen, dass der gewählte Berater wirklich unabhängig agiert, sollten Zahnärzte sich unbedingt bestätigen lassen, dass der Berater keine Provisionsregelungen mit einzelnen Versicherungsanbietern abgeschlossen hat.