Brennpunkt

Alles über Dolly

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Dolly - Star der Presse. picture_alliance
Der Weg zum Klon. picture_alliance

Bei Rindern geht's am besten

"Es ist allgemein auch heute noch so, dass das Klonen bei Rindern am besten funktioniert", sagt Wolf. "Bei ihnen bekommt man - bezogen auf die auf Empfängertiere übertragenen geklonten Embryonen - im Schnitt 10 bis 20 Prozent Nachkommen. Bei anderen Spezies ist die Effizienz deutlich niedriger."

Seit vielen Jahren klonen Forscher zu medizinischen Zwecken. Dazu wird beispielsweise die Erbsubstanz genetisch verändert, um dem Klon neue Eigenschaften zu verpassen. Beschleunigtes Wachstum, Resistenz gegen Krankheitserreger, Milch ohne Laktose oder Tiere, die in ihrer Milch Medikamente produzieren - die Liste ist lang und erste Erfolge wurden bereits erzielt. So haben beispielsweise Forscher am Genzentrum der Ludwig-Maximilians-Universität München auf diese Weise ein Antithrombosemittel gewonnen.

Wichtig ist das Klonen auch für weitere Therapiefelder. "Wir haben zwei Zielrichtungen", sagt  Wolf. "Zum einen generieren wir Schweine, deren Organe möglicherweise für die Transplantation in menschliche Patienten geeignet sein könnten." Dabei geht es vor allem um die Langerhans-Inseln, die in der Bauchspeicheldrüse Insulin produzieren.

"Zweites Ziel ist es, Großtiermodelle für Erkrankungen des Menschen zu erzeugen", erzählt Wolf. "Wir haben mittlerweile Schweinemodelle für Diabetes und Mukoviszidose." Diese Tiere, so die Hoffnung, sollen eine zuverlässigere Prognose dazu ermöglichen, ob ein bestimmtes Behandlungsverfahren beim Menschen wirkt. «Die Schweinemodelle sollen eine Art Brückenfunktion haben zwischen den Mäusemodellen und der Anwendung beim Menschen», erläutert Wolf.

Zerstörte Embryonen

Besonders umstritten ist das sogenannte therapeutische Klonen, um beispielsweise künftig Ersatzgewebe für Patienten zu gewinnen. Dabei werden gespendete Eizellen von Frauen entkernt und dann Kerne mit dem Erbmaterial fremder Körperzellen eingesetzt. Daraus werden Embryonen und schließlich Stammzellen gewonnen.

Für das Verfahren muss der Embryo jedoch zerstört werden. Hauptziel des unter anderem in Großbritannien unter strengen Auflagen erlaubten Verfahrens ist die Produktion von Zellen, die maßgeschneidert zum Erbgut eines Patienten passen. Noch ist die Technik jedoch im Forschungsstadium.

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