Brennpunkt

Das Risiko der Frühstückszigarette

Nicht nur das Rauchen in jungen Lebens­jahren sowie Dauer und Intensität erhöhen das Lungenkrebsrisiko, sondern auch das Rauchen kurz nach dem Aufstehen.

lunamarina - Fotolia

Wie Fangyi Gu und ihre Arbeitsgruppe im Journal of the National Cancer Institute laut Ärzteblatt berichten, ist die sogenannte Time to first Cigarette (TTFC) zunächst nur ein Marker für die Nikotinabhängigkeit der Raucher. Dennoch geben einige Studien Hinwei­se darauf, dass die TTFC auch das Lungenkrebsrisiko beeinflusst.

Doppelt so hohe Konzen­trationen des krebserregenden NNAL

So konnte laut Ärzteblatt eine Arbeit an der Pennsylvania State University zeigen, dass Raucher, die innerhalb von fünf Minuten nach dem Aufstehen ihre erste Zigarette rauchten, doppelt so hohe Konzen­trationen des krebserregenden Nitrosamins NNAL in ihrem Urin aufwiesen wie Raucher, die erst nach 60 Minuten zur ersten Zigaretten griffen. Eine andere Fall-Kontroll-Studie verweist außerdem auf ein erhöhtes Krebsrisiko durch den frühen Zigaretten­konsum.

Die Wissenschaftler werteten in ihrer Studie retrospektiv Daten der "Genetics in Lung Cancer Etiology“ (EAGLE) Studie aus. Ein andere Forschergruppe des National Cancer Institute hatte die Daten der Fall-Kontroll-Studie in Italien zwischen 2002 und 2005 erhoben. Insgesamt wurden 3.249 Raucher berücksichtigt, davon waren 1.812 an Lungenkrebs erkrankt.

Die erste Stunde ist gefährlich

Gu untersuchte den Zusammenhang zwischen der Zeit bis zur ersten Zigarette am Morgen und dem Lungenkrebsrisiko unter Berücksichtigung verschiedener Faktoren wie Rauchintensität, Rauchdauer, Rauchbeginn oder Begleiterkrankungen. Raucher, die sich innerhalb der ersten fünf Minuten nach dem Aufstehen die erste Zigarette anzündeten, hatten ein wesentlich höheres Krebsrisiko verglichen mit Rauchern, die dies nach frühestens 60 Minuten taten. Sowohl das Rauchen innerhalb der ersten halben Stunde als auch zwischen der ersten halben und vollen Stunde bedeute für die Raucher ein erhöhtes Lungenkrebsrisiko, heißt es.

Die Arbeitsgruppe geht aufgrund ihrer Ergebnisse davon aus, dass sich die TTFC als ein Faktor für die Risikoabschätzung für Lungenkrebserkrankungen eignen könnte.

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