Brennpunkt

Die Schattenseiten des langen Lebens

Bis 2050 soll sich die Zahl der über 60-Jährigen mehr als verdoppeln. Gleichzeitig sind mehr und mehr Menschen chronisch krank. Bewegung von klein auf bis ins hohe Alter kann helfen, Krankheiten vorzubeugen oder besser mit ihnen umzugehen, betonten Experten auf dem Weltgesundheitsgipfel in Berlin.

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Überall auf der Welt leben die Menschen länger. Sind derzeit rund 12 Prozent der Weltbevölkerung 60 Jahre und älter, gehen die Vereinten Nationen (UN) bis zum Jahr 2050 von mehr als 21 Prozent aus. Mehr noch: Während heute mehrheitlich Menschen in Industriestaaten älter werden, wird man künftig die meisten Älteren in weniger entwickelten Ländern finden, heißt es im aktuellen Bericht zur Alterung der Gesellschaften der UN.

"Die Überalterung führt zu einer gewaltigen Verlagerung der Krankheitslast!"

„Diese Überalterung führt zu einer gewaltigen Verlagerung der Krankheitslast“, sagte Prof. Rose Anne Kenny, Leiterin der Abteilung für Altersforschung am Trinity College in Irland auf dem diesjährigen Weltgesundheitsgipfel in Berlin. Was Kenny damit meinte: Alte Menschen leiden vermehrt an chronischen Erkrankungen. Schon heute verursachen Diabetes, Krebs, Herz-Kreislauf-, sowie Atemwegserkrankungen und Krebs 63 Prozent der weltweiten Todesfälle.

Viele Menschen sterben sogar vorzeitig – also noch vor dem 60. Lebensjahr – an ihrem Leiden. Die Weltgesundheitsorganisation geht von neun Millionen Menschen pro Jahr aus. Und ebenso wie zunehmend Menschen aus Entwicklungsländern älter werden, sind insbesondere auch sie in steigendem Maße von chronischen Erkrankungen betroffen.

Alt, chronisch krank und dement

Eine Erkrankung, die vermehrt mit dem Alterungsprozess einhergeht, sei die Demenz, unterstrich der Neurologieprofessor Lefkos Middleton von der School of Public Health am Londoner Imperial College. Litten im Jahr 2012 bereits 36 Millionen Menschen weltweit an Demenz, so werde sich diese Zahl bis 2050 verdreifachen. „Ohne adäquate Behandlung der Patienten steigen auch die Kosten für die Behandlung der Demenz enorm an“, warnte Middleton.

In der Vergangenheit stand die Eindämmung der Demenz nicht im Fokus der Weltgemeinschaft. Erst im letzten Jahr kam es dann im Zuge eines Demenzgipfels der G8 zu einer Absichtserklärung der Staaten. Darin verpflichten sich die Gesundheitsminister von Kanada, Großbritannien, Deutschland, Japan, Frankreich, Italien, Russland und der USA dazu, auf nationaler und international Ebene die Bekämpfung der Demenz stärker in den Fokus zu rücken.

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