Brennpunkt

Ein neues Herz für Angelika

1992, ein paar Tage nach der Geburt ihrer Tochter Julia, erkrankte Angelika Breuer an einer postpartalen Kardiomyopathie, einer zunächst unbemerkten Herzmuskelschwäche. Nur eine Herztransplantation konnte ihr Leben retten.

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Sie wurde von Tag zu Tag schwächer und bekam massive Atemnot. Gleichzeitig hatte sich ein Blutgerinnsel gebildet, das sofort operiert werden musste. Erst nach dieser OP wurde das ganze Ausmaß der Herzmuskelschwäche klar. Von einem Tag auf den anderen stand fest: Nur eine Herztransplantation konnte ihr Leben retten.

"Ich wollte doch weiterleben - unbedingt!"

"Die Zeit auf der Warteliste war geprägt von meiner Luftnot und meiner Leistungsschwäche, aber ich wollte doch weiterleben - unbedingt, schon wegen meiner kleinen Julia. Ich fühlte mich während der Wartezeit im Klinikum wie lebendig begraben. Mir ging es so schlecht, dass ich noch nicht einmal für längere Zeit sitzen konnte. Im Rollstuhl hat mein Mann mich manchmal an ein großes Fenster gefahren. Ich hatte Angst, nie mehr frische Luft atmen zu können”, erzählt Angelika Breuer.

Doch sie hatte großes Glück, denn sie musste nur kurze Zeit warten. Am 14. Dezember bekam sie ein Spenderherz und damit ein neues Leben geschenkt. Die Zeit von der plötzlichen Erkrankung bis zum Tag der Transplantation dauerte damit nur drei Monate.

Während der Zeit auf der Warteliste hatte sie große Probleme bei der Vorstellung, dass ihr Leben vom Tod eines anderen Menschen abhängig ist. Es bedurfte einiger Anläufe, bis sie begriff, dass dieser Mensch auch sterben würde, wenn es sie nicht gäbe. Angelika Breuer ist unendlich dankbar für ihre zweite Chance, ganz besonders dem Menschen, der ihr dieses Herz geschenkt hat.

"Ein großartiges Zeichen der Nächstenliebe"

"Wenn diese Sätze Angehörige von Spendern lesen, dann möchte ich ihnen sagen, dass die Organspende ein großartiges Zeichen der Nächstenliebe ist und ich dies sehr zu schätzen weiß. Ich hüte mein neues Herz wie meinen Augapfel.”

Ihre Herztransplantation ist nun über 15 Jahre her. "15 geschenkte Jahre”, wie sie sagt, denn: "Heute lebe ich viel bewusster, viel gesünder, weil ich weiß, dass sich das Leben von einem Moment zum nächsten wandeln kann.”

Am 1. November erscheint in den zm die neue Titelgeschichte zum Thema Organspende.
 

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