Arbeit

Gröhe am Stand der LAG Berlin

Wie es um die Mundgesundheit der Berliner Kinder steht, erfuhr auch Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU), der sich am Tag der offenen Tür des BMG über das Präventionsangebot der Zahnärzteschaft am Stand der Landesarbeitsgemeinschaft Berlin zur Verhütung von Zahnerkrankungen e.V. Berlin (LAG) informierte.

zm/sf

Im Beisein von Prof. Dietmar Oesterreich, Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer, und LAG-Geschäftsführer Rainer Grahlen sowie dem stellvertretenden LAG-Vorsitzenden Dr. Michael Dreyer informierte sich Gröhe an der Berliner Friedrichstraße darüber, wie die Arbeit der Zahnärzte der LAG und des Zahnärztlichen Dienstes aussieht und wie ihre Untersuchungen an Schulen und Kitas ausfielen.

Minister Gröhe informiert sich persönlich am Stand der LAG Berlin zum Thema zahnmedizinische Präventionsarbeit.

Fast jedes dritte  Berliner Schulkind ist behandlungsbedürftig

Was die Statistik zeigt: Der insgesamt leicht positive Trend bei der Entwicklung der Mundgesundheit der Berliner Kinder und Jugendlichen stagniert: Wie der Bericht „Mundgesundheit Berliner Kinder und Jugendlicher im Schuljahr 2012/2013“ offenbart, gibt es kaum Veränderungen gegenüber dem Vorjahr.

Vertraten den zahnärztlichen Berufsstand am Bundesgesundheitsministerium in Berlin (v.l.n.r.): Dr. Michael Dreyer, Prof. Dietmar Oesterreich und Rainer Grahlen. | zm/sf

Im Schuljahr 2012/2013 untersuchten die Zahnärztlichen Dienste insgesamt 190.759 Kinder und Jugendliche und die LAG14.745 weitere Kita-Kinder. Dabei ist mindestens jedes sechste Kita-Kind und fast jedes dritte Grundschulkind ist behandlungsbedürftig. Auch im Untersuchungsbereich der Schulen mit sonderpädagogischem Förderungsbedarf besteht demzufolge weiterhin ein hoher Behandlungsbedarf von über 30 Prozent.

Lag am Stand aus: Die Biss-Broschüre informiert über das verantwortungsvolle Handeln und das nachhaltige Engagement der deutschen Zahnärzteschaft. | zm/sf

Die positive Entwicklung der vergangenen Jahre stagniert damit laut Bericht. In den ausgewerteten Altersgruppen der Drei- und Sechsjährigen zeigte sich keine weitere Verbesserung. Von den Dreijährigen hatten wie im Vorjahr 82 Prozent ein kariesfreies Gebiss, bei den Sechsjährigen waren es wie im Vorjahr 50 Prozent.

80 Prozent Kariesfreiheit noch nicht erreicht

Damit sei das für 2020 angestrebte Ziel der Zahnärzteschaft bezüglich der Mundgesundheit der Milchgebisse noch lange nicht erreicht: Sie hatte auf der Grundlage der Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und des Weltzahnärzteverbandes (FDI) für Deutschland unter anderem das Ziel formuliert, dass im Jahr 2020 insgesamt 80 Prozent der Sechs- bis Siebenjährigen kariesfrei sein sollen.

Die Auswertungen zeigen außerdem, dass 16 Prozent der Dreiährigen behandelt werden müssen. Bereits in dieser frühen Altersgruppe sollten also Maßnahmen zur Verbesserung der Zahn- und Mundgesundheit initiiert werden.

Mitarbeiterinnen demonstrierten Zahnputztechniken am Zahnputzbrunnen. | zm/sf

Dass die Auswertungen einen Zusammenhang zwischen Mundgesundheit der Kinder und der sozialen Situation der Familie belegen, darauf hatte Berlins Gesundheitssenator Mario Czaja bereits im Frühjahr verwiesen: "Hier müssen sich aufsuchende Beratungsangebote noch gezielter an Eltern in sozial benachteiligten Gebieten richten. Den Eltern muss bewusst gemacht werden, welche Bedeutung die Mundgesundheit hat, auch für die Sprachentwicklung und die körperliche Entwicklung ihrer Kinder.“

ECC: fünfmal häufiger als Asthma

Nicht nur in Deutschland, sondern auch international ist die frühkindliche Karies (englisch Early Childhood Caries“, ECC) eine der häufigsten chronischen Erkrankungen im Kleinkind- und Vorschulalter. Sie kommt fünfmal häufiger als Asthma und siebenmal öfter als Heuschnupfen vor und stellt damit ein ernsthaftes und ungelöstes Versorgungsproblem dar.

Eltern für die Mundgesundheit ihrer Kinder motivieren

Um ein optimales Gesundheitsverhalten und die bestmöglichen Voraussetzungen für eine dauerhafte Zahn- und Mundgesundheit des Kindes zu etablieren, haben BZÄK und KZBV mit Unterstützung durch den Bundesverband der Kinderzahnärzte (BuKiZ) und den Deutschen Hebammenverband (DHV) das Konzept "Frühkindliche Karies vermeiden" aufgelegt. Im Zentrum steht die Frage, wie und auf welche Weise Eltern motiviert werden können, bereits ab den ersten Lebensmonaten für die Zahn- und Mundgesundheit vorzusorgen.


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