Arbeit

IDS setzt auf Legierungen

Die aktuellen Trends bei den Legierungen sind das Thema der IDS 2015. Dabei bleiben hochgoldhaltige Legierungen die Klassiker, doch auch Netzwerkfertigungen komplexer NEM-Strukturen bilden einen Schwerpunkt.

Insgesamt stehen heute weit über 1.000 auf dem Markt erhältliche Legierungen zur Verfügung. Angesichts dieser Werkstofffülle und immer neuen methodischen Entwicklungen fällt es mitunter schwer, den Überblick zu behalten und die richtige Materialentscheidung zu treffen. Abhängig vom gewählten Verarbeitungsverfahren der jeweiligen Legierungen sind auch die damit zusammenhängenden Investitionskosten des Labors zu bedenken.

Dentale Neuentwicklungen live erleben

Vielfältige - auch betriebswirtschaftliche - Entscheidungshilfen bei allen Aspekten der Legierungen und ihren Verarbeitungsoptionen bietet erneut die Internationale Dental-Schau (IDS) vom 10. bis 14. März 2015 in Köln. Die dentale Leitmesse bündelt die Hersteller aus aller Welt an einem Ort und bietet Fachbesuchern aus Praxis und Labor die Chance, sämtliche dentalen Neuentwicklungen live zu erleben und mit den Experten der Dentalindustrie zu diskutieren.

Von hochgoldhaltigen ...

Viele Patienten verlassen sich lieber auf jahrzehntelang Bewährtes für ihre prothetische Versorgung: Klassische hochgoldhaltige Legierungen sind dann erste Wahl. Zahnfarben verblendete Kronen und Brücken aus Edelmetalllegierungen bilden daher eine wichtige Alternative zu den wesentlich jüngeren Werkstoffen Keramik oder Kunststoff und werden auch in Zukunft in nahezu allen Laboren in hoher Qualität hergestellt. Besondere Vorteile des Edelmetalls sind bekanntlich eine hervorragende Bioverträglichkeit sowie eine hohe mechanische Belastbarkeit und Langzeitstabilität.

... bis zu ECO-Legierungen

Günstigere Alternativen sind sogenannte ECO-Legierungen mit reduziertem Goldanteil. Mit ihrer Hilfe bleiben die Vorteile von Goldlegierungen einschließlich der sicheren keramischen Verblendbarkeit gewahrt. Einsparmöglichkeiten bestehen auch bei Gerüstwerkstoffen, hier sind Nichtedelmetalllegierungen nach wie vor das Material der Wahl. Speziell in Kombination mit den modernen Methoden der Netzwerkfertigung lassen sich passgenaue und preisorientierte Lösungen realisieren.

Ein weiterer Trend zeichnet sich bei den Herstellungsverfahren ab: Moderne Legierungen lassen sich neben den konventionellen analogen Gusstechniken zunehmend mit digitalen CAD/CAM Methoden verarbeiten. Realisiert werden metallene Dentalstrukturen überwiegend frästechnisch.

CAD/CAM- und SLM-Verfahren

Als alternatives Herstellungsverfahren bei der Gerüstherstellung bietet sich das SLM (Selective Laser Melting) an: Es erzeugt eine homogenere Oberfläche und einen insgesamt spannungsfreieren Sitz. Neben Kobalt-Chrom-Legierungen kommen alternativ auch Silber-Palladium- und Palladium-Basis-Legierungen für CAD/CAM- und SLM-Verfahren oder auch für die klassische Gusstechnik in Betracht.

Wie seit langem schon beim Edelmetallbereich gehören heute zum Spektrum moderner NEM-Legierungen auch komplette Systeme von Malfarben und Verblendmassen, die sich je nach System für die Presstechnik oder Schichttechnik eignen. Ästhetische Ansprüche lassen sich damit auch im NEM-Bereich befriedigen.

„Das große und immer noch wachsende Feld der Legierungen vermittelt einen guten Eindruck von der Innovationsfreunde der Dentalindustrie“, betont Dr. Markus Heibach, Geschäftsführer des VDDI. „Zahnärzten und Zahntechnikern, die auf dem neuesten Stand der Dentallegierungen und ihrer modernen Verarbeitungsmöglichkeiten bleiben möchten, bietet die 36. Internationale Dental-Schau in Köln beste Voraussetzungen. Die ständig steigenden Besucherzahlen unterstreichen die Bedeutung der IDS als unverzichtbares Bindeglied zwischen der Dentalindustrie auf der einen Seite und den Praxen und Laboren auf der anderen Seite.“

Die IDS (Internationale Dental-Schau) findet alle zwei Jahre in Köln statt und wird veranstaltet von der GFDI Gesellschaft zur Förderung der Dental-Industrie mbH, dem Wirtschaftsunternehmen des Verbandes der Deutschen Dental-Industrie e.V. (VDDI), durchgeführt von der Koelnmesse GmbH, Köln.


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