Brennpunkt

"Man lernt, neu zu denken"

Ein gutes wissenschaftliches Programm für den Deutschen Zahnärztetag muss von Interesse für alle Zahnärzte sein, sagt Prof. Dr. Henning Schliephake, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK), die für das Schwerpunktthema verantwortlich ist.

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Wie läuft die Planung des Deutschen Zahnärztetags aus Sicht der DGZMK ab?

Prof. Dr. Henning Schliephake: Wir starten ungefähr zwei Jahre im Voraus in die Planung des zahnmedizinischen Generalthemas. Meistens diskutieren wir während der Klausurtagung der DGZMK über verschiedene Möglichkeiten.

Eineinhalb Jahre vorher beginnen wir damit, grobe Themenblöcke zusammenzufassen. In der Regel spricht dann der Präsident der DGZMK die einzelnen Fachgesellschaften an, um Referenten und Themen zu finden, die spannend für die Kollegen in der Praxis sein könnten. So kommen zwischen 30 und 40 Vorträge zusammen, die dann vom DGZMK-Vorstand diskutiert werden.

Anschließend beginnen wir damit, Referenten einzuladen. Sobald ihre Zusagen vorliegen, können wir das Programm für das nächste Jahr in Absprache mit dem Kongresskomitee des Deutschen Zahnärztetags finalisieren und den Teilnehmern des aktuellen Zahnärztetags präsentieren.

Welche Kriterien muss das Schwerpunktthema für den Deutschen Zahnärztetag erfüllen?

Das Thema sollte von allgemeinem Interesse sein. Das bedeutet, es sollte ein möglichst breites Spektrum von Kolleginnen und Kollegen ansprechen, die nicht in eine bestimmte Richtung spezialisiert sind, sondern allgemeine Zahnmedizin betreiben. Das ist das erste Kriterium. Das zweite ist: Man muss ein übergeordnetes Thema wählen, das sich durch alle Disziplinen der Zahnmedizin zieht. „Altersgemäße Therapiekonzepte“ erfüllt diese Kriterien.

Hat die Zahnärzteschaft dieses Thema schon auf dem Schirm oder muss sie dafür noch sensibilisiert werden?

Es gibt sicherlich Kolleginnen und Kollegen, die da sehr interessiert sind und sich auch um differenzierte Konzepte bemühen. Aber ich hoffe, dass es auch den einen oder anderen gibt, der noch etwas Neues lernen könnte auf dem Zahnärztetag. Für mich als Chirurg ist es immer höchst spannend, was für Kleinode ich entdecke, wenn ich die einzelnen Fachdisziplinen auf Themen anspreche. Man lernt dabei einfach, neu zu denken, und das sind Impulse, die für jeden interessant sind.  

Welches Know-how soll das wissenschaftliche Programm den Teilnehmern vor allen Dingen vermitteln?

Die Referenten werden auf praktisch relevante Fragen eingehen. Zum Beispiel: Wie muss ich meine adhäsive Füllungstherapie an das Lebensalter meines Patienten anpassen? Oder: Mit was für Schleimhauterkrankungen habe ich es bei 15-Jährigen zu tun und mit welchen bei 75-Jährigen?

Es geht also nicht darum, molekulare Strukturen, Rezeptorbindungen oder Signalketten zu diskutieren. Im Mittelpunkt steht zu lernen, wie man ein bestimmtes klinisches Problem angeht und herausfindet, welches das richtige Therapiekonzept ist. Die Therapien werden beim Zahnärzetag noch einmal vermittelt, zwar nicht als praktische Übungen, aber es wird erklärt, was an diagnostischen und therapeutischen Strategien unter dem Gesichtspunkt altersgemäße Zahnheilkunde vorhanden ist. 

Können sich Zahnärzte und Zahnärztinnen eigentlich mit Themenwünschen für das kommende Jahr an die DGZMK wenden?

Das ist hoch willkommen! Es ist natürlich so, dass wir dann versuchen müssen, die Ideen irgendwie in ein großes Konzept einzubauen, aber Input von außen finde ich sehr interessant. Themenwünsche kann man zum Beispiel bald über die neu gestaltete Onlineplattform der DGZMK einreichen, auf der es auch Foren geben wird.

Die Fragen stellte Susanne Theisen

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