Brennpunkt

Mehr als eine Pressekonferenz

Das Informationszentrum Zahngesundheit (IZZ) veranstaltet jetzt zum 20. Mal sein "presseforum". Warum der Draht zu den Journalisten für die Zahnmedizin so wichtig ist, verrät Dr. Ute Maier. Sie ist Chefin der der KZV Baden-Württemberg und Vorsitzende des IZZ-Verwaltungsrats.

Olaf Wandruschka - Fotolia

Das IZZ-presseforum findet in diesem Jahr zum 20. Mal statt. Wie kam es 1994 zu der Idee, ein Presseforum einzurichten?

Dr. Ute Maier: Die Idee entstand schon einige Jahre vorher - mit der Gründung des Informationszentrums Zahngesundheit durch die baden-württembergische Zahnärzteschaft. Ziel war es, die Kommunikation mit Journalisten auf andere Beine zu stellen. Es sollte mehr sein als eine Pressekonferenz.

Neben den Vertretern aus den der zahnärztlichen Körperschaften waren deshalb von Anfang an namhafte Wissenschaftler eingebunden. So fand das erste Presseforum vom 10. bis 12. Oktober 1991 an der Heidelberger Kopfklinik bei Prof. Dr. Dr. Hans Jörg Staehle statt - die Beiträge zu Prophylaxe und Alterszahnheilkunde waren schon damals wegweisend.

Warum ist es so wichtig, zahnmedizinische Themen in den Medien richtig zu vermitteln? 

Gesundheit ist ein hohes Gut. Und wie überall gibt es bei Gesundheitsthemen unterschiedliche Richtungen und unterschiedliche Standpunkte. Umso wichtiger ist es, mit fundierten und wissenschaftlich geprüften Informationen eine Brücke von der Zahnärzteschaft zu den Multiplikatoren und von diesen wiederum zu den Bürgerinnen und Bürgern zu bauen.  

Und wenn es uns gelingt, zahnmedizinische Themen im konstruktiven Dialog und als verlässlicher Partner zu vermitteln, werden die Medien gegebenenfalls bei kritischen Themen wiederum unsere Expertise mit berücksichtigen. Davon profitieren alle Beteiligten. Das Thema „Krankheitsbilder in der Mundhöhle“ beruht zum Beispiel auf einem Themenvorschlag der Journalisten. 

Welche zahnmedizinischen Themen verdienen Ihrer Meinung nach mehr Aufmerksamkeit und warum?

Tatsächlich sind alle zahnmedizinischen Themen relevant. Ganz oben auf unserer Prioritätenliste stehen jedoch die Weiterentwicklung der Alters- und Behindertenzahnheilkunde, das Konzept zur Vermeidung frühkindlicher Karies und die Prävention sowie die Behandlung und Nachsorge bei Parodontalerkrankungen.

In diesen Bereichen bestehen noch Versorgungsdefizite, die zumindest teilweise auch auf die Einschränkungen des Leistungsspektrums der gesetzlichen Krankenkassen zurückzuführen sind. Hier gilt es durch entsprechende Aufklärung das Verständnis und Bewusstsein für die Erkrankungen in der Bevölkerung einerseits zu wecken und diese auch zur Mitarbeit zu bewegen.

Andererseits ist die Politik gefordert ist, die entsprechenden Rahmenbedingungen zu schaffen. Dass sich solche Maßnahmen lohnen, zeigen zum Beispiel die Erfolge bei der Gruppen- und Individualprophylaxe. So hatten laut letzter Mundgesundheitsstudie 70 Prozent der 12-Jährigen ein naturgesundes Gebiss. 

Dr. Ute Maier ist Vorsitzende des Vorstands der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg und Vorsitzende des Verwaltungsgsrats des IZZ 2014. | kzvbw

Für die externe Öffentlichkeitsarbeit haben die Landeszahnärztekammer Baden-Württemberg und die Kassenzahnärztliche Vereinigung Baden-Württemberg  1994 das Informationszentrum Zahngesundheit eingerichtet.

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