Studium

So bewerten Absolventen ihre Unis

Sind die Dozenten fair? Und die Labore auf dem neuesten Stand der Technik? Der Verband "alumni-clubs" hat Absolventen dazu aufgerufen, ihre Unis zu bewerten. Hier gibt es die Ergebnisse.

maura24/pixabay

Welche Kriterien machen eine Universität attraktiv? Sind kleine Seminare, moderne Arbeitsplätze oder die Lebensqualität einer Stadt ausschlaggebend für ein erfolgreiches Studium? Der Verband alumni-clubs.net e.V. hat in Kooperation mit dem Bewertungsportal studycheck.de ein Universitätsranking gestartet. Dabei wurden nur solche Bewertungen von Absolventen berücksichtigt, die an diesem Standort das Studium auch abgeschlossen hatten.

Dahinter steckt die Idee, dass Absolventen sich ein umfassenderes Bild als Studierende von einer Universität oder Hochschule machen können. Einfach, weil sie alle Kurse und Lehrveranstaltungen eines Studiengangs besucht haben (müssen). Für die Berechnung der 10 beliebtesten Universitäten von Absolventen berücksichtigte der Alumni-Verband drei Werte: Die Gesamtbewertung, die Weiterempfehlungsrate und die Anzahl der Berichte. An vier dieser Top-10-Universitäten kann man Zahnmedizin studieren, gemäß ihrer Gesamtwertung sind sie hier gerankt:


Uni-Ranking: Hier gibt's die Eregbnisse

Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen

90 Prozent der Absolventen empfehlen die Hochschule weiter
100 Erfahrungsberichte von Absolventen liegen vor
Gesamtbewertung (Studierende und Absolventen): 3,7

"Super Studium trotz Männermangel"

"Der TPK-Kurs beginnt in Aachen erst im 3. Semester, was ich nicht umgedingt als vorteilhaft erachte. Aber wenn man sich dann durch die Vorklinik & Physikum gekämpft hat, darf man in der Klinik an die Patienten. Das Studium ist abwechslungsreich & man lernt sehr viel, man sollte jedoch gut mit Stress umgehen können. Die Semester sind stressig & man verbringt sehr viel Zeit in der Uni, dafür hat man (abgesehen im Vorphysikum & Physikum) Semesterferien in denen man sich erholen kann." von Kati (6. Semester)

"Das Studium kann manchmal sehr anstrengend sein, vor allem als Zahnmediziner. Aber die vielfältigen Ausgehmöglichkeiten in Aachen und die Nähe zu Köln machen es möglich den Alltagsstress am Wochenende und in den Semesterferien optimal zu vergessen. Trotz Männermangel kann ich Aachen als Studentenstadt nur empfehlen :)" von Fabienne (8. Semester)

Friedrich-Schiller-Universität Jena

87 Prozent der Absolventen empfehlen die Uni weiter
151 Erfahrungsberichte von Absolventen
Gesamtwertung (Studierende und Absolventen): 3,9 

"Abwechslungsreich, praktisch ausgerichtet und ein familiäres Klima"

"Ein toller, abwechslungsreicher und unvergleichlich praktisch ausgerichteter Studiengang, in dem viel von den Studierenden abverlangt wird, speziell in Jena allerdings auch die Menschlichkeit und ein ansprechendes Miteinander nicht zu kurz kommen." von Olivia (Absolventin)

"Ich empfand das Studium als oft sehr kräftezehrend, aber durch den frühen Praxisbezug verlor man nie das Ziel aus den Augen, für welches es sich eindeutig gelohnt hat! In der Zahnmedizin herrscht ein familiäres Klima, ganz anders als an anderen Unis, wenn man Erzählungen Glauben schenkt. Zuletzt ist zu sagen, dass Jena einfach die perfekte Stadt für die einzigartige Studentenzeit ist. Ich vermisse es!" von Anna (Absolventin)

Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

90 Prozent der Absolventen empfehlen die Uni weiter
94 Erfahrungsberichte von Absolventen
Gesamtwertung (Studierende und Absolventen): 3,8

"Nette Dozenten, die den Lehrstoff gut vermitteln können"

"Natürlich gibt es immer Pro & Kontra, insgesamt überwiegt für mich aber das Positive. Man kann alle Institute gut erreichen, die meisten Dozenten sind nett & können den Lehrstoff gut vermitteln. Es ist manchmal witzig, wie sehr einen die Uni auch privat verfolgt- wenn man dann die mimische Muskulatur an seinem Gegenüber in der Straßenbahn wiederholt, dann ist man wohl im richtigen Studium angekommen.... ;-)" von Juliana (10. Semester)

"Die Zeit lässt nicht viel übrig für Nebenjobs. Stress und die manchmal immer kleiner werdende Motivation der ewig währenden Semester (immerhin 10 ganze Semester wenn man alles in einem rutsch schaffen will) lassen einen gerne mal den Kopf in den Sand stecken. Aber ich denke: Wer will, der kann. Und genauso hangel ich mich von Semester zu Semester um nun endlich im Herbst mein Examen ablegen zu dürfen. Der Umgang mit Menschen und die Wissenschaft drum rum begeistert mich jedes mal aufs neue, und genau das gibt Kraft um niemals zu schwächeln und am Ende jede doch so blöde Situation des Studiums mit einem Lächeln in Erinnerung zu behalten. Wenn man das alles geschafft hat, darf man auch mal stolz auf sich sein." von Cristina (10. Semester)

Universität Göttingen

92 Prozent der Absolventen empfehlen die Universität weiter
100 Erfahrungsberichte
Gesamtwertung (Studierende und Absolventen): 3,9

"Durchhaltevermögen und Geschicklichkeit gefordert"

"Es ist echt ein schöner Studiengang! Da es recht kleine Semester von ca. 50 Leuten (am Ende des Studiums eher 30-40) sind, kennt jeder jeden, was den Zusammenhalt im Semester echt verstärkt :) Auch wenn man froh ist, wenn man das Examen endlich in der Tasche hat, ist es ein sehr abwechslungsreicher und interessanter Studiengang. Wer Durchhaltevermögen und praktische Geschicklichkeit aufweist, ist hier genau richtig ;)" von Maria (Absolventin)

"Das Zahnmedizin Studium ist sehr anstrengend! Der Lehrplan ist sehr verschult und es gibt keine Wahlmöglichkeiten bei Veranstaltungen, sondern der komplette Stundenplan ist vorgegeben. Es ist toll, dass man von Anfang an sehr praxisorientiert arbeitet. Leider ist die Ausstattung in den Laboren dürftig und es gibt immer von allem zu wenig. Die Patientenkurse machen viel Spaß und man lernt sehr viel, aber es herrscht immer Patientenknappheit und von den Lehrenden wird immer viel Druck ausgeübt. Trotzdem bin ich froh Zahnmedizin studiert zu haben, weil es ein toller Beruf ist!" von Jana (Absolventin)


Alle Erfahrungsberichte zu den jeweiligen Universitäten finden Sie auf studycheck.de.


10 Fakten zu Studierenden der Zahnmedizin

2.221 Neuimmatrikulierte nahmen im Sommersemester 2015 und Wintersemester 2015/2016 ein Studium der Zahnmedizin auf. Damit ist die Anzahl der Studienanfänger konstant geblieben (im Vorjahr waren es 2.211 Neuimmatrikulierte). 

Die Auswahl der Bewerber erfolgt über verschiedene Quoten. Man kann über die Abiturbestenquote einen Studienplatz an einer Hochschule ergattern oder über Wartesemester. Eine dritte Option ist es, das Auswahlverfahren der jeweiligen Hochschule zu durchlaufen, hier sind die Anforderungen an die Bewerber von Hochschule zu Hochschule unterschiedlich, die Abiturnote muss jedoch bei allen Auswahlverfahren angemessen berücksichtigt werden.

Der NC lag im Wintersemester 2015/16 zwischen 1,1 (Thüringen) und 1,4 (Schleswig-Holstein und Niedersachsen). Vor knapp zehn Jahren, im Wintersemester 2007/2008, lag er noch zwischen 1,1 (Thüringen) und 1,7 (Hamburg).

Insgesamt gibt es 12.916 Personen, die Zahnmedizin mit dem Ziel Staatsexamen studieren. Diese Anzahl entspricht etwa dem Vorjahresniveau. Die meisten Zahnmedizinstudierenden gibt es in Frankfurt am Main - sehr klein dagegen ist mit 183 Studierenden die zahnmedizinische Fakultät der Universität Rostock.

Mehr Dynamik zeigt sich bei Studierenden, die ein universitäres Promotionsprogramm durchlaufen. Insgesamt waren im Wintersemester 2015/2016 1.454 Studierende mit dem Ziel Promotion eingeschrieben - mehr als doppelt so viel wie im Wintersemester 2000/2001 (627 Personen).

Gestiegen ist auch der Frauenanteil bei den Zahnmedizinstudierenden. War das Verhältnis um die Jahrtausendwende noch ausgeglichen (Frauen-, Männerquote 52/48), sind inzwischen 66 Prozent der Studierenden weiblich. 

Die Studierenden verteilten sich im Wintersemester 2015/16 gleichmäßig auf die Fachsemester: (1. Studienjahr: 17 Prozent, 2. Studienjahr: 16,3 Prozent, 3. Studienjahr 15,8 Prozent, 4. Studienjahr: 15 Prozent, 5. Studienjahr: 14,8 Prozent). Im 7. oder einem höheren Studienjahr, also außerhalb der Regelstudienzeit, befanden sich nur 8,7 Prozent der Studierendenschaft. 

Die Mehrheit der Studierenden beendet das Studium zwischen dem 10. und dem 12. Fachsemester. Die mittlere Semesteranzahl nach dem arithmetischen Mittel beträgt 11,37 Semester. Durchschnittlich sind die Absolventen und Absolventinnen 27,6 Jahre alt. 

Nur 3 Prozent der Studierenden brachen ein begonnenes Zahnmedizinstudium ab. Als häufigster Gründe für den Abbruch wurden Leistungsprobleme, Prüfungsversagen und mangelnde Motivation genannt. 10 Prozent der Zahnmedizinstudierenden wechselten nach dem Studienstart das Fach.*

*Zahnmedizinstudierende und Veterinärmedizinstudierenden wurden bei der Abbruchquote zuletzt im Jahr 2008 getrennt von den Humanmedizinstudierenden ausgewiesen, daher stammen die Daten aus dem Publikationsjahr 2008. 

2.293 Zahnmedizinstudierende erlangten im Jahr 2015 ihre Approbationen - das sind in etwa so viele wie im Vorjahr. Die meisten Abschlüsse gab es in Bayern mit 410 Approbationen.

878 Mal wurde im Jahr 2015 der Doktortitel verliehen. Erstmals lag der Anteil der frisch gebackenen Doktorandinnen bei über 60 Prozent (im Jahr 2000/2001 betrug der Frauenanteil noch 42 Prozent). Insgesamt ist die Zahl der Doktortitel aber zurückgegangen - im Jahr 2000 waren es noch 1.066 verliehene Titel. 

Quelle: Hochschulstart.de (2017), Destatis (2017), Statistisches Jahrbuch der Bundeszahnärztekammer (2016)


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