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Top oder Flop?

Was ist dran an der geförderten Pflegezusatzversicherung? Während die PKV ihre Vorzüge preist, rät Stiftung Warentest besonders jungen Leuten von dieser Art der Vorsorge ab.

madochab - Photocase.com

Anlässlich der Mitgliederversammlung des Verbandes der Privaten Krankenversicherung (PKV) freute sich unlängst dessen Vorsitzender Reinhold Schulte über die große Nachfrage staatlich geförderter Pflegezusatzversicherungen. "Sie sind ist ein großer Erfolg“, sagte er. Bis Ende Mai dieses Jahres hätten bereits über 125.000 Frauen und Männer einen Fördertarif abgeschlossen.

Die Debatte um die Pflege-Reform und das Angebot der staatlichen Förderung habe vielen Bürgern die Augen dafür geöffnet, dass ihnen ohne zusätzliche private Vorsorge im Pflegefall die finanzielle Überforderung drohe.

Praktizierte Generationensolidarität

Besonders erfreulich sei, so Schulte, dass die Policen stark von jungen Leuten im Alter zwischen 25 und 35 Jahren abgeschlossen werden. Diese Altersgruppe mache fast 40 Prozent aller Anträge aus. Die geförderte, kapitalgedeckte Pflegezusatzversicherung sei damit praktizierte Generationensolidarität.

Welche Wirkung ein früher Vertragsbeginn für die Höhe des Versicherungsschutzes habe, könne man daran ermessen, dass beim Start im Alter von 20 Jahren eine geförderte Pflegeversicherung für zehn Euro Eigenbeitrag im Monat plus fünf Euro staatliche Förderung eine monatliche Leistung von fast 2.000 Euro in Pflegestufe III absichern könne.

Schulte übte bei der Jahrestagung Kritik an den Testmethoden von Stiftung Warentest, die verschiedene Angebote unter die Lupe nahm. Wenn lediglich Tarife für 45-Jährige und 55-Jährige betrachtet würden, blieben faktisch fast 50 Prozent aller Interessenten, nämlich alle Jüngeren, außer Betracht, monierte er.

Es bringe ein schiefes Testergebnis, wenn man ausgerechnet jene Jahrgänge ausblendet, die bei einem frühen Versicherungsbeginn wesentlich höhere Leistungen erhalten. Wenn dadurch letztlich der Eindruck entstehe, es sei besser, gar nicht vorzusorgen, dann würden die Verfasser eine schwere Verantwortung auf sich laden.

Die Stiftung Warentest hatte die staatlich geförderten Pflegeversicherungen hart attackiert. "Diese Tarife taugen wenig“, befanden die Tester. Sie reichten nicht aus, um den Bedarf im Ernstfall zu decken. Zudem seien die Vertragsbedingungen oft schlechter als die von ungeförderten Tarifen. Deshalb hatten die Verbraucherschützer nicht geförderte Pflegeverträge empfohlen.

Die Stiftung hatte 23 Pflegetagegeldversicherungen ohne und 17 mit staatlicher Förderung untersucht. Dabei ging sie bei ihrer Untersuchung von einem Kunden im Alter von 45 und 55 Jahren aus, der einen Monatsbeitrag von 55 respektive 85 Euro entrichtet.

Das Ergebnis: Die geförderten Tarife seien nur dann geeignet, wenn jemand wegen seines hohen Alters oder einer Erkrankung keine ungeförderte Versicherung mehr bekommt oder für junge Leute mit hohem Krankheitsrisiko. Daher seien die geförderten Tarife nicht zu empfehlen.

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