Brennpunkt

Viel Zufriedenheit und ein paar Probleme

Die Ärzte sind mit dem Gesundheitssystem zufrieden wie lange nicht. Ärztemangel und eingeschränkte Therapiefreiheit werden zwar als Probleme erkannt, trüben das allgemein positive Stimmungsbild aber nur leicht.

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Das Vertrauen in das Gesundheitssystem in Deutschland ist hoch. 93 Prozent der Ärzte beurteilen die Gesundheitsversorgung mit "gut" oder mit "sehr gut", zeigt der aktuelle Gesundheitsreport 2012/13 des Finanzdienstleisters MLP.

Auch das Vertrauen der Ärzte in eine dauerhafte Sicherung der Versorgung ist gewachsen. Zwar zeigt sich immer noch eine Mehrheit (60 Prozent) skeptisch und nur 38 Prozent glauben, dass es der Politik gelingen wird, längerfristig eine gute Versorgung sicherzustellen. Doch 2008 waren noch 83 Porzent skeptisch und nur 15 Prozent optimistisch.

Das Geld stimmt

Mit ihrer wirtschaftlichen Lage sind die Ärzte hochzufrieden - 86 Prozent halten ihre ökonomische Situation für gut oder sogar für sehr gut. Über zwei Drittel schätzen den Arztberuf insgesamt als attraktiv ein. 2009 war es nur die Hälfte.

Auch das Leistungsniveau der gesetzlichen Krankenkassen hält die Mehrheit der Ärzteschaft (61 Prozent) für ausreichend. Die meisten Mediziner wollen mit den Milliardenüberschüssen der GKV nachhaltig umgehen - 59 Prozent plädieren für die Bildung von Rücklagen, um auf Kostensteigerungen im Gesundheitswesen vorbereitet zu sein.

Der Ärztemangel kommt - oder ist er schon da?

Rahmenbedingungen und Einkommen scheinen für die Ärzteschaft in Deutschland also zu stimmen. Ein wenig Unzufriedenheit gibt es aber doch. Die Besorgnis über den Ärztemangel ist hoch unter den Medizinern - 56 Prozent sehen bereits heute einen Ärztemangel. Besonders stark trifft das Problem strukturschwache, eher ländlich geprägte Gebiete. In Städten und Regionen unter 100.000 Einwohnern sehen 58 Prozent der niedergelassenen Mediziner aktuell eine Unterversorgung, während es in Städten über 750.000 Einwohnern nur 16 Prozent sind.

Die Zahlen zeigen, dass es sich mehr um ein Verteilungsproblem als um eine generelle Unterversorgung handelt. Die zukünftige Entwicklung wird von der gesamten Ärzteschaft sehr pessimistisch eingeschätzt: Drei Viertel befürchten, dass sich die Situation bundesweit verschärfen wird. Als Ursache nennen die Befragten hauptsächlich die hohe Belastung durch den Arztberuf.

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