Freizeit

Warum der Schoko-Nikolaus gut für uns ist

Ein Großteil der Schokoladenproduktion - allein in Deutschland sind es über 1,1 Millionen Tonnen im Jahr - geht zu den großen Feiertagen über die Ladentheke. Weshalb erliegen so viele Menschen ausgerechnet in dieser Zeit der süßen Versuchung?

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Den Hauptgrund für den gewaltigen Verbrauch an Schokolade während der Wintermonate vermuten Ärzte und Psychologen in Kälte und Dunkelheit. Der frierende Organismus möchte sich gern in eine dickere Fettschicht hüllen, die nach mehr Sonne dürstende Seele sucht Aufmunterung. Beides bietet die Schokolade: Sie ist eine geradezu optimale Mischung aus reichlich Zucker, Fett und anregenden Substanzen.

Mit Phenylethylamin gegen Liebeskummer

Ihren Ruf als Seelentröster verdankt die Schokolade vermutlich ihrem Gehalt an Phenylethylamin. Dieser Hirnbotenstoff hat eine ausgesprochen anregende Wirkung und steigert Puls und Blutdruck. Psychiater der Universitätsklinik Würzburg haben schon vor Jahren bei psychisch gesunden Versuchsteilnehmern die Ausschüttung von Phenylethylamin untersucht.

Probanden, die besonders viel von dem Botenstoff im Blut hatten, fielen durch freudvoll erregte Charakterzüge auf. Phenylethylamin steht außerdem im Ruf, für die euphorischen Gefühle des Verliebtseins verantwortlich zu sein. Schon Giacomo Casanova soll lieber Schokolade als Champagner zum Antörnen benutzt haben.

Phenylethylamin ist ein Verwandter der Aufputschmittel aus der Gruppe der Amphetamine. Amerikanische Wissenschaftler stießen auf diesen Stoff, als sie Menschen untersuchten, die an gebrochenem Herzen litten. Zur Bekämpfung ihres Liebeskummers stopften sie große Mengen Schokolade in sich hinein. Die Forscher folgerten daraus, dass die Schokoladensucht eine Art Selbstmedikation gegen den Mangel an Phenylethylamin ist.

Möglicherweise besteht ein Mangel dieser Substanz bei bestimmten Formen der Depression. Damit könnte auch die Tatsache erklärt werden, warum sich viele Menschen bei Anfällen von Schwermut und Traurigkeit mit Schokolade trösten.

Froh mit Theobromin und Tryptophan

Kakaopulver enthält außerdem Theobromin, das in seinem Aufbau dem Koffein ähnlich ist und auf den Organismus anregend und leicht stimmungsaufhellend wirkt. Ebenfalls fröhlich macht Tryptophan, ein natürliches Antidepressivum, das für Ausgeglichenheit und gute Laune sorgt. Das Fett wiederum, das für den zarten Schmelz verantwortlich ist, mobilisiert Endorphine im Körper. Diese körpereigenen Hormone lassen das Leben schöner erscheinen und haben bessere Stimmung, größere Neugierde, Interesse an der Umwelt und an Kontakten, ja, sogar eine gewisse Angriffslust zur Folge.

Als besonders günstig für Lust und Laune gelten Zartbitter- und Bitterschokolade. Diese Sorten enthalten weniger Zucker, aber mindestens 50 Prozent Kakaoanteil - und gerade darin befinden sich viele der seelentröstenden und glücklich machenden Inhaltsstoffe. Manche Frauen entwickeln an ihren Tagen einen besonderen Heißhunger auf Schokolade. Eine Erklärung dafür: Schokolade enthält auch Magnesium, das dem Körper der Frau vor den Tagen entzogen wird. Aber auch die stimmungsmachenden Stoffe Koffein und Theobromin in der Schokolade dürften sich auf das prämenstruelle Syndrom günstig auswirken.

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