Junge Zahnmediziner berichten

Warum Paro?

Warum entscheiden sich junge Zahnmediziner, sich im Bereich der Parodontologie zu spezialisieren? Was ist so spannend an diesem Fach? Wir haben vier junge Kollegen gefragt, wie sie den Weg in die Parodontologie gefunden haben.

vlnr: Dr. Michael Beck, PD Dr. Amelie Bäumer, Dr. Frédéric Kauffmann, Dr. Daniel Bäumer Schunk

Dr. Michael Back | Copyright: Schunk

Dr. Michael Back, M.Sc., München: Für mich war die Parodontologie immer ein spannendes Feld, denn die Basis jeder zahnmedizinischen Versorgung hängt am Parodont, gerade dann, wenn man die Parodontalchirurgie betrachtet. Da lernt man, mit den sensiblen Strukturen umzugehen, Komplikationen zu vermeiden und möglichst minimalinvasiv zu arbeiten. Mit diesen Kenntnissen in Bezug auf Minimalinvasivität ist es dann einfacher, größere Eingriffe zu planen und durchzuführen. Ich würde jungen Kollegen raten, vor allem Geduld und Zielstrebigkeit mitzubringen. Man muss sich erst ein Basiswissen aneignen und dieses Stück für Stück ausbauen. Aber es lohnt sich, denn das Gelernte ist wichtig und grundlegend für jede weitere Therapie.

Dr. Frédéric Kauffmann | Copyright: Schunk

Dr. Frédéric Kauffmann, Würzburg: Schon im Studium begeisterte mich die Idee des maximal möglichen Zahnerhalts „nur“ durch die Initialtherapie mit anschließender UPT. Noch heute begeistert es mich, Patienten über einen langen Zeitraum vor Zahnverlust zu bewahren und das Heilungspotenzial zu sehen. Meine Empfehlung: Trefft die Entscheidung, ob ihr euch spezialisieren möchtet, möglichst nach der Assistenzzeit. So habt ihr die Chance, ein großes Behandlungsspektrum kennenzulernen und viele Patienten zu behandeln. Dadurch fällt es euch leichter, den Bereich zu wählen, der euch Freude bereitet. Habt ihr euch für eine Spezialisierung entschieden, sucht euch eine Klinik oder Praxis, in der ihr euch intensiv mit dem Fachbereich auseinandersetzen könnt.


Dr. Daniel Bäumer | Copyright: Schunk

 

Dr. Daniel Bäumer, München: Nach dem Studium habe ich mich zunächst mit der Versorgung mit festsitzender und herausnehmbarer Prothetik befasst. Nach einiger Zeit ist mir aufgefallen, dass am Beginn einer Therapie in den allermeisten Fällen die Instandsetzung des Fundaments, d. h. die Therapie von Parodontopathien, steht. Nur wenn diese erfolgreich abgeschlossen ist, ist die Erfolgsgrundlage für alle weiteren Behandlungsschritte geschaffen. Als ich mich dann näher mit der Implantologie befasst habe, ist mir klar geworden, dass auch dafür letztlich die Parodontologie die Grundlage darstellt – seien es Umbauprozesse nach Zahnextraktion und Implantation oder die Schaffung gesunder und stabiler periimplantärer Gewebe durch das adäquate chirurgische Vorgehen usw. – alle Aspekte, die für eine erfolgreiche implantologische Versorgung beachtet werden müssen, erfordern ein parodontologisches Verständnis. Am Anfang des Berufslebens steht meiner Meinung nach nicht unbedingt sofort die Spezialisierung, da man über Zahnmedizin als Ganzes nach dem Studium noch vieles zu lernen hat. Als Parodontologe muss man ja auch wissen, welche Möglichkeiten in den anderen Bereichen zurzeit bestehen. Die Parodontologie sollte aber sicher stets als tragende Säule betrachtet werden.

PD Dr. Amelie Bäumer | Copyright: Schunk

PD Dr. Amelie Bäumer, Bielefeld: Während des Studiums habe ich bereits ein großes Interesse an der Parodontologie entwickelt, da in diesem Bereich der Zahnmedizin viele Zusammenhänge/Vernetzungen mit anderen Fachbereichen der Medizin existieren. Für die täglichen Arbeit bedeutet dies, dass es nicht nur um „Bohren und Beschleifen“ von Zähnen geht, sondern sich das Arbeitsfeld deutlich ausweitet.
Wenn die Möglichkeit besteht, empfehle ich definitiv den Weg über eine Spezialisierung der DG PARO im Fach Parodontologie bzw. den Fachzahnarzt für Parodontologie, um ein möglichst großes Verständnis in diesem Bereich zu erlangen.

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