Brennpunkt

Zähne - die Schwachstelle starker Frauen

Problem beginnt im Kindesalter

Während Karies bei kleinen Kindern noch gleichmäßig auftritt, haben weibliche Teenager bereits mit 15 Jahren deutlich häufiger Karies als gleichaltrige männliche Jugendliche. Dieser Trend setzt sich im Erwachsenenalter fort: Während Männer im Alter zwischen 35 und 44 Jahren durchschnittlich 14 kariöse, fehlende oder gefüllte Zähne aufweisen, liegt dieser mit dem DMF-T-Index berechnete Anteil bei den gleichaltrigen Frauen bei 15,1.

Frauenzähne müssen auch häufiger gezogen werden als ihre männlichen Pendants. Gleissner: "Bereits Frauen in der Altersgruppe der 35- bis 44-Jährigen haben im Durchschnitt weniger Zähne als Männer. Im Seniorenalter tritt dieser Unterschied jedoch am deutlichsten in Erscheinung. Diese für Frauen ungünstige Situation wird auch von den Zahlen zur Zahnlosigkeit unterstrichen, denn 65- bis 74-jährige Frauen sind deutlich öfter zahnlos als Männer.“ Bei Männern liegt der Mittelwert der fehlenden Zähne in diesem Alter bei 13,3, bei Frauen dagegen beträgt er 15,0.

Beschwerden im Kiefergelenk oder Kopfschmerzen und Verspannungen, die vom Gelenk herrühren, sind ebenfalls häufiger ein weibliches Problem - insbesondere bei jüngeren Frauen. Unterschiede in der Mundhygiene können diese Diskrepanz nicht erklären: Männer neigen beim Zähneputzen eher zum Schlendrian und lassen in ihrer Putzfreudigkeit viel zu wünschen übrig. Mädchen und Frauen pflegen dagegen ihre Zähne oft vorbildlich und gehen auch häufiger zur Kontrolle zum Zahnarzt als Männer und haben trotzdem schlechtere Zähne. Was steckt also hinter dem Problem?

Unterschiede schon in der Pubertät

Ein Grund für die stärkere Anfälligkeit der Zähne bei Frauen dürfte im unterschiedlichen Hormonhaushalt liegen. Durch ihre schnellere Reifung setzen der Zahnwechsel von den Milchzähnen zu den bleibenden Zähnen und der Durchbruch der Backenzähne bei Mädchen früher ein als bei Jungen. Frauenzähne sind deshalb schon früher und auch länger einem möglicherweise kariesverursachenden Milieu im Mund ausgesetzt. 

Gleissner: "Außerdem ist bekannt, dass Frauen in jedem Lebensalter weniger Speichel als Männer bilden. Eine Vielzahl von Medikamenten, darunter auch Antidepressiva, die häufiger Frauen verordnet werden, bewirkt eine Verminderung des Speichelflusses, und auch bei Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises, von denen Frauen deutlich häufiger als Männer betroffen sind, ist die Speichelproduktion vermindert. Der Speichel ist aber als Remineralisationsmedium ein wichtiger Schutzfaktor vor Karies; sein Mangel erhöht das Risiko, an Karies zu erkranken.“

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