Praxisgründer

Chef – wie geht das?

Führungskompetenz: Ihre Stärken sind gefragt. [M]_zm-© lassedesignen - Fotolia

Der ganz normale Führungsalltag

 

Hier noch einmal als Zusammenfassung:

 

  • Mitarbeiter tüchtiger machen                     QUALIFIKATION
  • sie zur Mitarbeit gewinnen                          MOTIVATION
  • die Zusammenarbeit verbessern                KOOPERATION
  • Verantwortung übertragen                         DELEGATION
  • ihre Lernbereitschaft steigern                    EDUCATION
  • sie auf die Zukunft vorbereiten                   INNOVATION

 

 

Führungsstile – autoritär oder laissez-faire?

Für welchen Führungsstil sich letztlich ein Chef entscheidet, ist schwer vorauszusagen. Vielleicht hat er ein gutes Vorbild, oder aber selbst schlechte Erfahrungen mit einem Chef machen müssen.

Hat ein Zahnarzt eine realistische Chance, beispielhafte gute Führungsvorbilder kennenzulernen? An der Universität bei Oberärzten und Professoren? Vielleicht denkt dort niemand über die Konsequenzen nach, die die Erlebnisse im Studium haben werden.

Was ist während der Assistenzzeit? Kommt da ein Chef und sagt zum Assistenten: „Jetzt werde ich Ihnen einmal das Führungsprinzip in dieser Praxis erläutern. Und deshalb werden Sie an den ganzen Mitarbeiterbesprechungen teilnehmen und auf die folgenden Punkte achten …!“

Alle Führungsstile bewegen sich in einem Spannungsfeld, in dem einerseits die Bedeutung der Produktion oder Wirtschaftlichkeit zu sehen ist und gleichzeitig die Bedeutung des Menschen nicht vergessen wird.

Mehrheitlich wird wohl der Stil der normalen Führung versucht. Es ist ein ständiges Pendeln zwischen der Forderung nach Arbeitsleistung und dem Wunsch, Mitarbeiter zufrieden zu stellen. Das Ergebnis sind ausreichende Leistungen.

Da, wo es starke fachliche Persönlichkeiten gibt, ist auch häufig der autoritäre Führungsstil anzutreffen. Hohe Arbeitsleistungen werden ohne Rücksicht auf zwischenmenschliche Beziehungen erzielt. Der Boss sagt, was Sache ist, die Aufgaben werden durchgezogen, auf Einzelschicksale kann keine Rücksicht genommen werden.

Das andere Extrem ist der Chef, der sich für den Führungsstil Seid nett zueinander entschieden hat. Die ständige und sorgfältige Beachtung der zwischenmenschlichen Beziehungen führt zu einer spannungslosen, freundlichen Atmosphäre und entsprechend geringer Leistung! Dieser Führungsstil wird häufig dann praktiziert, wenn ein Chef glaubt, versuchen zu müssen, es jedem Recht zu machen.

Der gefährlichste Führungsstil trägt den schönen Namen laissez-faire! Gefährlich ist er deshalb, weil er die zahnärztliche Praxis zwangsläufig in den Ruin führen wird. Die geringe Einwirkung auf die Mitarbeiterinnen und ihre Arbeitsleistung werden so bestraft. Wenn es dem Chef schon wurscht ist, dann können doch Apathie und Resignation nur die logische Folge sein.

Der wirklich anzustrebende Führungsstil, ist der partizipative Führungsstil. Hier werden hohe Arbeitsleistungen von begeisterten Mitarbeitern erzielt. Man spürt in solchen Praxen, wie alle Beteiligten an der Verfolgung eines gemeinsamen Ziels arbeiten. Ebenso spürbar ist ein gutes Arbeitsklima. So funktioniert Führung am besten.