Praxisgründer

Praxisgründung – das schaffe ich allein?!

Wie viel externe Hilfe brauche ich überhaupt? Wo ist es sinnvoll, auf Profis zu setzen – und wo bin ich selbst mein bester Berater?

Der Weg zur eigenen Praxis ist ein Balanceakt. Doch nicht jeder Schritt muss allein getan werden. xcid - Fotolia

Die Gründung oder Übernahme einer Praxis ist sicherlich einer der wichtigsten Schritte im Leben eines Zahnmediziners. Die wenigsten bekommen hier eine zweite Chance, also sollte möglichst alles im ersten Anlauf klappen. Es geht um viel Geld und vor allem um die eigene Zukunft. Bei durchschnittlichen Finanzierungssummen von X bis Y Euro laut KZBV-Jahrbuch darf dabei nichts dem Zufall überlassen werden. Aber was schaffe ich als Zahnarzt alleine und ohne Berater? Fachlich fühlt man sich fit, doch betriebswirtschaftlich haben die meisten Kolleginnen und Kollegen vermutlich große Wissensdefizite, die nicht unterschätzt werden dürfen.

Bevor also die Praxisgründung losgeht, sollte man sich bereits im Vorfeld mit einigen essentiellen Themen beschäftigen: Zunächst sicherlich mit der Frage, ob man „Chef“ sein möchte und wie der eigene Lebensweg aussehen könnte. Teamführung und Kommunikation kann man sich weitgehend selbst beibringen und im eingeschränkten Umfang sicherlich auch schon im Angestelltenverhältnis lernen. Wenn man sich dann noch die Vor- und Nachteile der Selbstständigkeit vor Augen hält, ist häufig die Entscheidung zur Gründung oder Übernahme nicht mehr weit.

Wo will ich arbeiten?

Wofür es keiner externen Beratung bedarf, sind sicherlich die Überlegungen zum idealen Lebensmittelpunkt. Was nützt es, wenn Berater oder Depots zur Übernahme einer Praxis auf dem Land raten, aber man selber lieber mitten in der Großstadt arbeiten möchte? Auch hier gilt es, die Vor- und Nachteile gegeneinander abzuwägen, insbesondere wenn man familiär nicht an eine bestimmte Region in Deutschland gebunden ist. Die Beurteilung von demographischen Daten und der Kaufkraft einer Region ist hierbei wahrlich keine hohe Kunst – dank Google lassen sich die Statistiken hierzu im Internet finden. Hat man eine Region ins Auge gefasst, kann bei der Neugründung eine detaillierte Standortanalyse aufschlussreich sein. Spätestens hier müssen einem jedoch das eigene Behandlungsspektrum und die Ausrichtung der Praxis klar sein. Wenn man an dieser Stelle die Möglichkeiten von Profis hinzuzieht, kann man bereits in diesem frühen Stadium erste Prognosen hinsichtlich des zu erwartenden Patientenaufkommens machen.

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