Studium

40 Jahre Stammzelltransplantation in Ulm

Kurz nach seiner Geburt war klar, dass Robert an einer seltenen Erbkrankheit leidet, die das System seiner Blutbildung schwer stört. Seine Lebenserwartung betrug damit nicht mehr als zehn Jahre.

Uni Ulm

Dass er heute als 24-Jähriger ein normales Leben führen kann, hat er Wissenschaftlern und Ärzten zu verdanken, die seit Jahrzehnten weltweit an neuen Therapien für Erkrankungen des blutbildenden Systems arbeiten. Robert überlebte durch eine Stammzelltransplantation in Ulm, bei der er blutbildende Stammzellen eines gesunden Spenders erhielt.

Prof. Dr. Ansgar Schulz, Roberts Vater, Patient Robert, Prof. Dr. Klaus-Michael Debatin und Prof. Dr. Hubert Schrezenmeier. | Uni Ulm

Seit 40 Jahren werden an der Ulmer Universitätsklinik für Kinder- und Jugendmedizin Stammzelltransplantationen durchgeführt. Sie ist weltweit eines der größten Zentren für innovative Stammzelltransplantationen bei Kindern. Durch ihre international wegweisende Arbeit in Forschung und Klinik trägt sie so dazu bei, Kindern Leben zu schenken, deren Erkrankungen wie Leukämien oder Gendefekte lange ein sicheres Todesurteil waren. Dieses Jubiläum feiert die Klinik mit einem internationalen Symposium, zu dem die weltweit führenden Wissenschaftler auf dem Gebiet der Stammzelltransplantation und der Gentherapie nach Ulm kommen.

"Ohne medizinischen Fortschritt wäre ich nicht mehr am Leben"

„Ohne medizinischen Fortschritt wäre ich nicht mehr am Leben. Wissenschaftler und Ärzte auf der ganzen Welt haben mir durch ihre jahrzehntelange Arbeit ein normales Leben ermöglicht“, sagt Robert. Mit der Stammzelltransplantation wurde bei ihm das ohne Therapie tödliche „Wiskott-Aldrich-Syndrom“ geheilt, ein Gendefekt, der unter anderem das Immunsystem und die Blutgerinnung massiv beeinträchtigt.

Robert erhielt blutbildende Stammzellen eines gesunden Spenders, die sein blutbildendes System neu und gesund wieder aufbauten – 1990 eine hoch innovative Therapie. Das Prinzip ist genial einfach, die Umsetzung aber kompliziert. So brauchte man als Stammzellspender lange Zeit einen „genetischen Zwilling“: Nur bei einem sehr ähnlichen genetischen Profil von Spender und Empfänger ließen sich Abstoßungsreaktionen vermeiden.

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