Kurzporträt

Berlins jüngste Zahnärztin ist 22!

Hochbegabt, Abi mit 16, aktuell schreibt sie gerade ihre Doktorarbeit. Ein Gespräch mit Berlins jüngster Zahnärztin.

Esra Kosan ist 22 Jahre alt - und damit in Berlin die jüngste Absoventin im Fach Zahnmedizin. zm_sg

„Es läuft ganz gut“, sagt Esra Kosan. Dafür fährt sie auch jeden Tag zur Zahnklinik der Charité im Berliner Stadtteil Wilmersdorf. Titel ihrer Dissertation, die von Priv.-Doz. Dr. Kerstin Bitter betreut wird: „Einfluss der Dentinvorbehandlung auf die Haftung von Universaladhäsiven im Wurzelkanal“.

"Mit 22 darf sie schon Weisheitszähne ziehen!"

Von der Zahnklinik hat sie auch erfahren, dass sie die jüngste approbierte Absoventin der Zahnmedizin ist, die die Charité je hervorgebracht hat, die örtliche Kammer hat es dann bestätigt. Nicht nur bei örtlichen Medien stieß dieser Umstand auf Interesse, auch der Focus meldete, dass sie „mit 22 schon Weisheitszähne ziehen darf“. Der Rummel lässt die gebürtige Berlinerin kalt: „Ich möchte in Ruhe meine Doktorarbeit schreiben, das ist alles“, sagt sie.

Endlich richtig mit anpacken!

Bis Endes des Jahres gibt sie sich damit Zeit, danach steht die zweijährige Assistenzzeit an. Darauf, endlich praktisch arbeiten zu können, freut sie sich. „Endlich richtig mit anpacken! Auf der einen Seite selbstständig Patienten zu behandeln und auf der anderen Seite als Teammitglied verantwortlich für die Wirtschaftlichkeit einer Praxis zu sein - das finde ich gut.“

Sie ist bereits von zwei Praxen angesprochen worden, doch die Doktorarbeit geht vor. „Währenddessen muss ich mir die Angebote, sowohl hier in Berlin, als auch aus dem Ausland, durch den Kopf gehen lassen“, sagt sie.

Der Grundstein für ihr Turbo-Studium wurde früh gelegt: In der Schule war ihr häufig langweilig, sie fühlte sich unterfordert. Ein Test ergab: Sie ist hochbegabt. Von da an ging es Schlag auf Schlag: Schulwechsel, die 8. Klasse übersprungen, mit 16 Abitur. „Nach einem Praktikum bei einer Zahnärztin war klar: Das will ich machen“, erzählt sie. Warum ausgerechnet Zahnmedizin – und nicht ein anders Fachgebiet?

„Das Schöne an der Zahnmedizin ist, dass es sich dabei um einen Beruf handelt, bei dem man sehr direkt mit Menschen zu tun hat. Was zählt, ist die persönliche Arbeit mit den Patienten“, verrät sie ihre Motivation.

„Der Mundbereich ist ja auch ein sehr komplexer und zugleich auch intimer Bereich des Menschen. Es ist schön, Patienten die Schmerzen haben, davon befreien zu können. Als Zahnarzt will man ja heilen, Schmerzen lindern, das hat mich schon sehr früh fasziniert. Als ich dann mit 19 Jahren zum ersten Mal Patienten behandelt habe, von Kindern bis Senioren, habe ich mich riesig gefreut – und auch gemerkt, dass es die absolut richtige Wahl war."

Man muss sich auf den Patienten einlassen

An das Studium denkt sie positiv zurück: „Dort hat man uns sehr ermutigt, eigene Ideen hinsichtlich der Therapiemöglichkeiten für einen Patienten zu entwickeln.“ Kosan: „Man muss sich auf den Patienten einlassen, gleich welchen Alters. Man muss sich bewusst sein, dass der Patient auch mit seiner ganzen Persönlichkeit zu einem kommt. Die Kunst des Zahnarztes besteht ja auch darin, genau die Behandlungsart herauszufiltern, die für den Patienten richtig ist. Zugleich muss man ihm die Sicherheit vermitteln, dass er gut aufgehoben ist."

Esra Kosan kann sich gut vorstellen, sich in der Hauptstadt niederzulassen. Wo, das weiß sie im Moment noch nicht. „Es ist doch toll, wenn man selbstständig und freiberuflich arbeiten kann und sein eigener Chef ist.“ Wohlwissend, dass dann viele administrative Arbeiten auf einen zukommen, die, so Kosan, „nichts mit der zahnärztlichen Tätigkeit zu tun haben und man die Zeit, die man damit verbringt, lieber mit der Arbeit am Patienten verbringen würde“.

Das, was man tut, muss man gut machen!

Das, was man tut, muss man gut machen, lautet ihr Motto. Daher möchte sie ihren zukünftigen Patienten gern klarmachen, dass Mundhygiene und -gesundheit außerordentlich wichtig sind für den gesamten Organismus. Weil eben an einem Zahn doch ein ganzer Mensch hängt und „dass angesichts von eindeutigen Wechselwirkungen zwischen Zahnzustand und Allgemeingesundheit das Zähneputzen selbstverständlich ist“. Dafür, so Kosan, braucht es für den Beruf wirkliches Interesse am ganzen Menschen.

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