Studium

Besser Pflege studieren?

Eine Studie der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg sieht Vorteile für eine akademische Ausbildung von Krankenpflegern, Physiotherapeuten und anderen Gesundheitsfachberufen.

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In der Studie zur "Bestandsaufnahme der Ausbildung in den Gesundheitsfachberufen in Europa" (GesinE) verglichen Forscher der Uni die Ausbildungen in 16 Gesundheitsfachberufen und die damit verbundenen Tätigkeits-, Qualifikations- und Kompetenzprofile. Im Zentrum standen Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Niederlande und Österreich.

Was die in der Ausbildung erworbenen Kompetenzen und die Bedarfe der Berufspraxis betrifft, lassen sich demnach - unabhängig von der Verortung der Ausbildungen im tertiären oder sekundären Bildungssektor - für alle fünf Länder Divergenzen erkennen. Auch zeige der Blick in andere Länder, dass eine Weiterentwicklung der Kompetenzprofile und derzeitigen Qualifikationswege in der Pflege, Physiotherapie oder medizinisch-technischen Radiologieassistenz in Deutschland angezeigt ist.

Die Lehre darf nicht pauschal unterbewertet werden

Trotz der in den meisten europäischen Ländern dominierenden berufszulassenden Studiengänge dürften die deutschen Ausbildungen für Gesundheitsfachberufe im sekundären Bildungssektor nicht pauschal unterbewertet werden.

Trotzdem hat das Studium Vorteile

Gleichwohl deuteten die Ergebnisse darauf hin, dass die akademische Ausbildung in einigen Aspekten Vorteile gegenüber der bisherigen Berufsausbildung aufweist. Dies betreffe vor allem Kompetenzen zur Erschließung und Übertragung wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Praxis und zur Umsetzung reflektierter patientenbezogener Entscheidungsprozesse. Zudem entstünden neue Beziehungen der Leistungserbringer untereinander, die durch neugestaltete Aufgaben- und Verantwortungsbereiche sowie eine Kooperation „auf Augenhöhe“ gekennzeichnet seien.

Den Studienautoren zufolge wäre es ein Fehlschluss, allein von der Verortung der Berufe auf die Fähigkeiten und Kompetenzen der Absolventen zu schließen. Daher sei eine systematische europäisch-vergleichende Forschung  hilfreich, die den Zusammenhang zwischen Akademisierung und Kompetenzen sowie die Verwertbarkeit der in unterschiedlichen Bildungssektoren erworbenen Qualifikationen untersucht und so Gemeinsamkeiten, Unterschiede und alternative Lösungswege, etwa zur Ausgestaltung der Pflege- oder Physiotherapieausbildung, aufzeigt.

Die Ergebnisse unterstützen die Empfehlungen des Wissenschaftsrats zu den hochschulischen Qualifikationen für das Gesundheitswesen.

Lehmann Y, Beutner K, Karge K, Ayerle G, Heinrich S, Behrens J, Landenberger M (2014): Bestandsaufnahme der Ausbildung in den Gesundheitsfachberufen im europäischen Vergleich (GesinE). Hrsg.: Bundesministerium für Bildung und Forschung. Bd. 15 Reihe Berufsbildungsforschung. Bonn/Berlin: BMBF.

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