Studium

Generationenzwist im Arbeitsleben

Schon Sokrates wusste: "Die Jugend liebt heute den Luxus, hat keinen Respekt mehr vor älteren Leuten und diskutiert, wo sie arbeiten sollte." Doch woran reiben sich die Generationen in der heutigen Arbeitswelt?

F1online

Ein gutes Arbeitsklima, Verbindlichkeit der Ausbildung und ein familienfreundliches Umfeld stehen ganz oben auf der Wunschliste junger Mediziner. Das zumindest ergab die Umfrage "Führung einer neuen Generation von Ärzten", die unter 1.600 Studierenden der Medizin in Kiel und Hannover durchgeführt und im November 2012 in der Zeitschrift HNO veröffentlicht wurde.

Christian Schmidt, medizinischer Geschäftsführer der Stadtwerke Köln, rät dazu sich intensiv mit dieser Generation zu beschäftigen. Er selbst tut das auch und hält seine Beobachtungen in diversen Fachartikeln fest. So schreibt er beispielsweise in der Fachzeitschrift "Die Politische Meinung", dass die Generation Y technisch hoch interessiert und ausgebildet, aber insgesamt weniger gut auf die Arbeitswelt vorbereitet sei als ihre Vorgänger. Die Generation Y, das sind die ab den Achtzigerjahren Geborenen.

Laut Schmidt fehlt es den Jobeinsteigern an Kenntnissen "in der Teamdynamik und der Unterstützung von Teamzielen". Die Ergebnisse aktueller Studien belegten, dass die Generation Y bei Routinearbeiten schneller gelangweilt ist, als vorherige Generationen von Mitarbeitern. Etablierte Prozesse würden schneller hinterfragt. Daraus leitet Schmidt eine neue Herausforderung für die Führungskräfte ab.

"Arrogante Heulsusen"

Laut einer Umfrage des Hartmannbundes wollen in der Generation Y achtzig Prozent der Frauen und fünfzig Prozent der Männer nach der Familiengründung in Teilzeit arbeiten. Besonders frustriert hierüber zeigt sich die direkte Vorgängergeneration, die Generation X, die ab Mitte der Sechzigerjahre geboren ist. Laut Schmidts Umfrage halten sie die Jüngeren für "Heulsusen, die arrogant ihre Ziele fordern". Die Hauptlast bleibe mittlerweile an ihnen hängen, da auch die älteren Mitarbeiter ihre Arbeitszeit reduzieren.

Jan Philipp-Schmidt gehört streng genommen nicht in die Generation Y. Dennoch vertritt der Zahnmediziner, als Universitäts-Absolvent aus dem Jahr 2006, die Interessen der nachkommenden Generation. Als erster Vorsitzender des Bundesverbands der zahnmedizinischen Alumni organisierte er in diesem Jahr erstmals die Generationlounge auf  der IDS. Ihr Ziel ist es nach eigenen Angaben einen generationenübergreifenden Diskurs in der Zahnmedizin voranzutreiben.

Schmidt sieht das wesentliche Merkmal der Generation Y darin, "dass die 'Digital Natives' bereits mit dem Internet und mobiler Kommunikation aufgewachsen sind". Das drücke sich auch in der zwischenmenschlichen Kommunikation, der Art des Teamworks und hinsichtlich der Wochenarbeitszeit aus. Die Herausforderung der Generationen sieht er in der unterschiedlichen Einstellung zu Arbeit und Freizeit was in einem unterschiedlichen Wertesystem begründet liege.

"Ältere Praxisinhaber können oft nicht verstehen, dass heutzutage eben viele junge Zahnmediziner nur halbtags arbeiten wollen - hierfür aber dennoch einen sehr hohen Lohn aufgrund ihrer guten Ausbildung verlangen." Schmidt wehrt sich allerdings dagegen, der jungen Generation ihr Selbstbewusstsein im Sinne der "Work-Life-Balance" als unzureichenden Arbeitswillen auszulegen.

würden helfen

Um einen "clash of generations" möglichst zu vermeiden, empfiehlt Schmidt nicht zu versuchen, sich gegenseitig verändern zu wollen. "Wir sollten lieber versuchen die Vorteile zu erkennen, die Kooperationen der unterschiedlichen Generationen mit sich bringen." In der Zahnmedizin lassen sich, seiner Meinung nach, beispielsweise Teilzeitmodelle viel besser realisieren als in anderen Bereichen der Medizin. Die älteren Kollegen bräuchten den frischen Wind der jungen Generationen, gerade im Sinne der Kommunikation mit den Patienten. "Diese sind schließlich ebenfalls aus den Generationen X und Y."

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