Studium

Heilen mithilfe der Geister

Blick in die Ausstellung Lutze
Exponate zur Schamanenzereminie Lutze
Exponate zur Schlittenfahrt Lutze
Gürtel eines Schamanen der Nanai Ende 19. Jahrhundert Lutze
Schamanische Tierfiguren aus Elfenbein, Knochen oder Horn und Holz Lutze

Mit Halluzinogenen in die andere Welt

Um in Trance zu geraten, wurden halluzinogene Substanzen wie der Fliegenpilz verwendet. „Um Krankheiten zu heilen, musste er zunächst herausfinden, welcher Geist die Seele des Patienten entführt und somit die Krankheit ausgelöst hatte; dann suchte er die Seelen in der Geisterwelt und tauschte sie gegen ein Opfer für den Geist ein“, heißt es in der Ausstellung.

Schamanische Tierfiguren aus Elfenbeinknochen oder Horn und Holz | Lutze

Der Schamane besaß die Fähigkeit, durch besondere Amulette Krankheitsursachen zu sehen. Diese wurden für die Kranken angefertigt und der Schamane übertrug die Krankheit in einer Zeremonie auf die Figur, worauf der Kranke wieder gesund wurde.

In Vorbereitung der Zeremonie wurde der Ort mit wohlriechenden Pflanzen wie Kiefer, Thymian oder Wacholder geräuchert. Die „Werkzeuge“ des Schamanen - seine Kleidung, Amulette, Kult-Figuren und Heilpflanzen - werden in der Ausstellung präsentiert.

Kein Relikt vergangener Tage

Wer glaubt, der Schamanismus sei ein Relikt aus längst vergangenen Tagen, der wird am Ende der Ausstellung mit der Zukunft des Schamanismus konfrontiert. Zwar gerieten die Praktiken des Schamanismus im religionsfeindlichen Klima der alten Sowjetunion in Vergessenheit. Aber seit dem Ende des letzten Jahrhunderts erlebt die Tradition des Schamanismus eine Renaissance.

Exponate zur Schlittenfahrt Ende des 19. Jahrhunderts | Lutze

Die Schamanen der Gegenwart Sibiriens rezipieren die völker-kundliche Literatur und tauschen sich mit ihren Kollegen aus dem Westen aus. Es existieren schamanische Vereinigungen, die Ausbildung erfolgt in Schamanenzentren, in denen auch Patienten behandelt werden.

Die Ausstellung „Schamanen. Jäger und Heiler Sibiriens“ läuft noch bis zum 2. November 2014 im Neanderthal Museum im Kreis Mettmann.
 
 
 

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