Studium

Warum wir uns nicht ständig auf die Zunge beißen

Essen und Sprechen sind ganz alltägliche Dinge, über die wir nicht bewusst nachdenken. Was aber verhindert, dass wir uns selbst ständig auf die Zunge beißen? Dieser Frage gingen nun US-Wissenschaftler nach.

Sveta-Fotolia.com

Die Forscher haben in Versuchen mit Mäusen dieses Phänomen genauer untersucht, berichet die Bild der Wissenschaft in ihrem Online-Dienst. Dabei stellten sie fest: Eine raffinierte Verschaltung der Nerven, die Zungen- und Kiefermuskeln steuern, stellt sicher, dass die Zunge sich zurückzieht, wenn wir die Zähne zusammenbeißen.

Kauen ist komplex

Obwohl wir uns dessen nicht bewusst sind, ist das Kauen ein hochkomplexer Prozess: Die  Zunge schiebt immer wieder passende Essensbrocken zwischen die Zähne des Ober- und Unterkiefers, damit sie dort dann passgenau zerkleinert werden können. Bevor die Zähne zusammenbeißen, zieht sich die Zunge schnell zurück und vermeidet so, eingeklemmt zu werden. Kaum löst sich der Biss, geht die ganze Prozedur wieder von vorne los.

Die Zunge: ständig in Gefahr

Dass die Zunge dabei durchaus in Gefahr ist, merken wir nur dann, wenn etwas schiefgeht und wir uns doch auf die Zunge beißen. "Kauen ist eine Aktivität, die wir bewusst kontrollieren können, aber wenn wir aufhören, darauf zu achten, nehmen Neuronen im Gehirn uns diese Arbeit automatisch ab", erklärt Erstautor Edward Stanek von der Duke University in Durham.

Frühere Studien gaben bereits erste Hinweise darauf, wo dieses "Kauzentrum" im Gehirn liegt. Wie die Steuerung des Kauens aber funktioniert und welche Verschaltungen dabei eine Rolle spielen, haben Stanek und seine Kollegen nun in Versuchen an Mäusen aufgeklärt.

Tollwutvirus als Helfer

Ein modifiziertes Tollwutvirus half den Forschern, den Weg von den Muskeln bis ins Gehirn zu verfolgen. Denn eine Eigenheit dieses Virus ist es, dass es sich von seiner Eintrittsstelle entlang der Nervenbahnen bis ins Gehirn vorarbeitet.

Die Forscher markierten daher unschädlich gemachte Tollwutviren mit einem Fluoreszenzmarker und injizierten Mäusen diese Viren in zwei für das Kauen wichtige Muskeln: den Zungenvorstrecker und den Kieferschließer. Mithilfe des Leuchtmarkers konnten sie nun verfolgen, welche Nervenleitungen diese Muskeln mit dem Kauzentrum im Gehirn verbinden.

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