Arbeit

Die Prophylaxe wirkt

Partner für erfolgreiche Gruppenprophylaxe

Sie setzen in Ihrem Versorgungsbezirk ganz gezielt auf Netzwerkarbeit. Welche Partner sind für eine erfolgreiche Gruppenprophylaxe aus Ihrer Sicht unverzichtbar?

Für eine erfolgreiche Gruppenprophylaxe sind all diejenigen Partner unverzichtbar, die sich der gesundheitlichen Entwicklung der Kinder und Jugendlichen verpflichtet fühlen und die in deren Lebenswelten wirken. In Rheinland-Pfalz haben wir bereits Anfang der 80er Jahre die Weichen dafür gestellt und sind mit der Zahnärzteschaft, der gesetzlichen Krankenversicherung sowie dem Öffentlichem Gesundheitsdienst und dem Land eine beispielhafte Kooperation eingegangen.

In den Lebenswelten unverzichtbar sind neben den Eltern natürlich die Erzieher und Lehrer; auch deshalb, weil der Lern- und Erziehungsprozess heute viel stärker abseits des Elternhauses stattfindet als noch vor 30 Jahren. Wichtig ist es, dass die Arbeitsgemeinschaften Jugendzahnpflege flexibel auf die sich weiter verändernden Lebenswelten reagieren und ihr Netzwerk stetig erweitern. In Rheinland-Pfalz haben wir in diesem Jahr die Hebammen als neuen Partner für die Elternaufklärung gewonnen. Angehende Hebammen werden nun, ebenso wie angehende Erzieherinnen, schon in der Ausbildung für das Thema Mundgesundheit fit gemacht.

„Die Gruppenprophylaxe ist wesentlich für die Chancengleichheit“, sagte Prof. Dr. Dietmar Oesterreich, Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer, anlässlich des Festakts zum 30-jährigen LAGZ-Jubiläum. | LAGZ-RP_S.Saemmer

Seit August 2013 haben einjährige Kinder einen Rechtsanspruch auf einen Platz in einer Tageseinrichtung. In einigen Regionen in Deutschland bleibt hier keine Zeit mehr für das Zähneputzen, weil das Personal überfordert ist. Wie stellt sich die Lage in Ihrem Versorgungsbezirk dar?

Leider haben auch wir vereinzelt Rückmeldungen erhalten, dass das Zähneputzen zugunsten anderer Betreuungsaufgaben zurückgestellt wurde. Wir sehen natürlich die vielfältigen Herausforderungen, mit denen die Erzieherinnen und Erzieher durch die immer jünger werdenden Kita-Kinder konfrontiert werden, aber wir dürfen in unserem Kampf gegen Karies nicht nachlassen.

Gerade in den Kitas werden die so wichtigen Grundlagen für eine eigenverantwortliche zahngesunde Entwicklung gelegt. Deshalb wollen wir eine Vereinbarung aus 1990 mit den rheinland-pfälzischen Trägerverbänden über Maßnahmen der Gruppenprophylaxe in Kitas neu auflegen. Das zuständige Ministerium hat uns dafür bereits seine Unterstützung garantiert.

Mit sehr gutem Beispiel geht übrigens die Stadt Mainz voran. Alle städtischen Kitas haben seit Beginn des neuen Kita-Jahres das tägliche Zähneputzen als wichtigen Bestandteil in ihrem pädagogischen Konzept verankert. 

Herr Stein, was wünschen Sie sich mit Blick auf eine zielführende Gruppenprophylaxe für die Zukunft?

Da der Öffentliche Gesundheitsdienst in Rheinland-Pfalz nur über zwei Jugendzahnärzte verfügt, wird die Gruppenprophylaxe von den niedergelassenen Zahnärzten getragen. Ich wünsche mir, dass die jüngere Zahnärzte-Generation das Werk der 1.300 Paten- und Schulzahnärzte fortsetzen wird.

Hinzu kommt mein Wunsch, dass die Standesführung im Bund und in den Ländern den Wert der Prävention stets hoch hält. Dies gilt sowohl für das Ansehen, das wir durch die Gruppenprophylaxe in der Politik und in der Gesellschaft erreicht haben, als auch für die Bewahrung der Kompetenz auf diesem Gebiet. Ich habe immer betont, dass wir ohne unser Engagement in der Gruppenprophylaxe nie die Individualprophylaxe in die Praxen bekommen hätten.

Die Landesarbeitsgemeinschaft Jugendzahnpflege (LAGZ) Rheinland-Pfalz ging 1984 an den Start und ist die Dachorganisation von 23 regionalen Arbeitsgemeinschaften (AGZ). Mitglieder sind die zahnärztlichen Organisationen, die Landesverbände und -vertretungen der gesetzlichen Krankenkassen sowie der Landkreistag in enger Zusammenarbeit und mit Unterstützung des Landes Rheinland-Pfalz.

Die Fragen stellte Sara Friedrich.

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