Brennpunkt

"Gewaltübergriffe in Praxen nehmen scheinbar zu"

Die Ursachen der Aggression

Was sind Ihrer Erfahrung nach die Ursachen für die Aggressionen?

Das kann man nicht pauschal beantworten. Jeder hat seinen ganz eigenen individuellen Anlass. Von der Unzufriedenheit über eine erbrachte Leistung bis hin zum Alkoholeinfluss.

Wie kann man sich und andere Menschen in der Praxis vor Gewalt schützen?

Idealerweise sollten die Umgangsformen zwischen Patienten und Mitarbeitern von der Praxisleitung klar vorgegeben sein. Also welches Verhalten in den Praxisräumen toleriert wird und welches nicht. Das heißt, wenn einer eine Beschwerde hat, dann kann er das auf eine gesittete Art und Weise tun. Wird er jedoch ausfällig, fängt er an, die Mitarbeiter zu beleidigen und zu beschimpfen, dann ist das ein sozial abnormes Verhalten.

Es sollte ganz klar sein, wo man hier die Grenze zieht. Was geht noch, und ab wann muss man jemanden bitten, die Praxis zu verlassen. Wenn es solche klaren Regeln nicht gibt, dann ist es für den einzelnen Mitarbeiter natürlich schwer zu sagen, wie viel muss ich mir bieten lassen, ab wann sollte ich einen Kollegen hinzuziehen oder wann können wir jemanden der Praxis verweisen.

Welche Besonderheiten hinsichtlich der Gewaltprävention gelten für Zahnarztpraxisräume?

Im Behandlungsraum denke ich speziell an die Werkzeuge, die ein gewisses Gefahrenpotenzial bergen. Man sollte darauf achten, dass diese gerade bei Patienten, die als potenziell unberechenbar gelten, nicht in direkter Griffweite liegen.

Jeder Arbeitsplatz - auch der an der Theke - sollte so eingerichtet werden, dass keine Gegenstände greifbar sind, mit denen ein anderer leicht verletzt oder angegriffen werden kann. Man sollte versuchen an den Eingangsräumen Barrieren - wie Theken, Tische oder Stühle - aufzubauen, die verhindern, dass man direkt angegriffen werden kann.

Marcus Dannapfel ist hauptberuflich Kontaktbeamter des Polizeipräsidiums München. Im Jahr 2006 gründete er aufgrund wachsender Nachfrage zusammen mit Kollegen "Sicher im Alltag", eine Agentur für Gewaltprävention. Ziel der angebotenen Seminare ist, sich durch einfache Verhaltensregeln im Vorfeld einer Straftat vor Tätern zu schützen.

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