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Arbeitsgemeinschaft für Bildgebung in der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde

AGBiZ beschließt neues Curriculum zur Fachkunde dentale MRT-Bildgebung

Prof. Dr. Dr. Stefan Haßfeld (links) und Prof. Dr. Dr. Lars Bonitz, bei der Vorstellung des von ihrer Arbeitsgruppe entwickelten Curriculums „Fachkunde dentale MRT-Bildgebung in der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde“. Mark Vetter
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Zahnmedizin
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Zentrales Thema der diesjährigen AGBiZ-Jahrestagung war das neuentwickelte Curriculum zur dentalen MRT-Bildgebung. Die AGBiZ will den Kurs jetzt gemeinsam mit Bundeszahnärztekammer und DGZMK finalisieren.

Die 60. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft für Bildgebung in der Zahn-, Mund und Kieferheilkunde (AGBiZ) fand am 25. und 26. September 2026 an der Poliklinik für Zahnärztliche Chirurgie des Universitätsklinikums Düsseldorf statt. Im Mittelpunkt der Jubiläumstagung stand die zunehmende Verwendung der MRT-Bildgebung in der Zahnmedizin. Insbesondere seit der Vorstellung des weltweit ersten speziell für die Zahnmedizin entwickelten Dental-MRT im Juni 2024 durch die Firmen Siemens Heathineers und Dentsply Sirona hatte das Thema einen Schub bekommen. Das Klinikum Dortmund bekam als erstes deutsches Universitätsklinikum das neue Gerät und die Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Dr. Stefan Haßfeld, Prof. Dr. Dr. Lars Bonitz und Priv.-Doz. Dr. Dr. Ákos Bicsák aus der MKG-Chirurgie des Klinikums konnte das Gerät intensiv im Alltagsbetrieb testen. Die Arbeitsgruppe war in Zusammenarbeit mit Siemens Heathineers auch eng in die Entwicklung neuer Sequenzen für das neue Dental-MRT eingebunden.

Zur Jahrestagung präsentierten Haßfeld, Bonitz und Bicsák ein von ihnen entwickeltes Curriiculum „Fachkunde dentale MRT-Bildgebung in der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde“ und schlugen vor, das Curriculum zur Grundlage eines künftig gemeinsam mit der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund und Kieferheilkunde (DGZMK) angebotenen Fachkundekurses zu machen. Die Mitglieder der AGBiZ folgten dem Vorschlag und beschlossen einstimmig, die Einführung des Fachkundekurses gemeinsam mit BZÄK und DGZMK zu finalisieren.

Breites Themenspektrum der Fachvorträge

Das wissenschaftliche Programm der Jahrestagung deckte ein breites Themenspektrum rund um neue Entwicklungen in der zahnmedizinischen Bildgebung ab. Am ersten Kongresstag erhielten die Teilnehmer durch Prof. Dr. Dr. Lars Bonitz und Richard Polma vom Klinikum Dortmund Einblick in erste klinische Anwendungsgebiete der dentalen MRT-Bildgebung. Demonstriert wurde die Möglichkeit, die Bildgebung beim Tumorstaging unterstützend zur Histologie zu nutzen. Die zweite Session des Tages unter dem Titel „Bildgebung und Strahlenschutz“ deckte viele praxisnahe Themen ab wie den Einfluss des softwareeigenen Postprocessings an digitalen Röntgenaufnahmen (Dr. Andreas Künzel, Düsseldorf) bis hin zur Modifikation der Patientenpositionierung in DVT-Geräten zur Minderung von Artefakten (Dr. Matthias Burwinkel, Mainz).

Dr. Katharina Mücke aus der Abteilung für Kieferorthopädie der Charité Berlin verdeutliche in ihrem Vortrag zur Anwendung der DVT in der Kieferorthopädie noch einmal, wie wichtig es ist, die rechtfertigende Indikation in diesen speziellen Fällen korrekt zu stellen. Auch der Stellenwert der Auswahl des passenden Aufnahmevolumens und der notwendigen Auflösung bei der gleichzeitig kleinstmöglichen Strahlenbelastung für die jungen Patientinnen und Patienten wurden demonstriert.

Zwei Nachwuchspreise vergeben

Beim diesjährigen Nachwuchswettbewerb für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler konnten die Organisatoren sich über eine hohe Zahl an Anmeldungen freuen. Ganze zwölf interessante wissenschaftliche Arbeiten aus Deutschland und der Schweiz wurden dem fachkundigen Publikum präsentiert. Die Jury prämierte Henriette Meyer von der Universität Göttingen mit dem ersten Preis, dotiert mit 1.200 Euro, für ihre MRT-Studie zur Erfassung der Unterkieferbewegung in Echtzeit. Ihr Ansatz die Elastizität des artikulären Bandapparates zu erfassen, führte zu dieser anerkennenden Wertung.

In seinem Vortrag zur Verbesserung der DVT-Diagnostikkompetenz durch e-Learning stellte Daniel Brockes, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Poliklinik für Zahnärztliche Chirurgie Düsseldorf, eine für die Jury „beeindruckend durchdachte“ Software vor, die nachweislichen Lernerfolg in der Befundung von DVT-Aufnahmen bei den Zahnärztinnen und Zahnärzten erzielt hat. Für diese Leistung erhielt er den mit 800 Euro dotierten zweiten Preis. Die diesjährigen Nachwuchspreise wurden von der Firma Orangedental zur Verfügung gestellt.

Die nächste Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft für Bildgebung in der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde findet am 29./30.10.2027 in Koblenz statt.

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