Dr. Frank Dreihaupt ist tot
Dreihaupt wurde 1946 in Burgwerben bei Weißenfels geboren. Er studierte in Rostock Zahnmedizin und landete nach einem Zwischenstopp in Brandenburg in Tangerhütte, wo er mit seiner Frau und Kollegin Gudrun Dreihaupt eine neue Heimat fand. Im Mai 1990 hob er mit Mitstreitern die Zahnärztekammer aus der Taufe und baute sie als Präsident ab 1991 als Interessenvertretung des Berufsstandes auf.
Seit 1993 war Dreihaupt auch Mitglied im Vorstand der Bundeszahnärztekammer (BZÄK), wo er sich um Leistungs- und Gebührenrecht sowie um bundeseinheitliche Regelungen für Gleichwertigkeitsprüfungen kümmerte – „immer seinem Credo der Freiberuflichkeit der zahnärztlichen Berufsausübung entsprechend, das ärztliches Ethos mitder unternehmerischen Verantwortung für die Praxis und deren Angestellte verbindet“, betont der Vorstand der Kammer.
Ausgezeichnet mit der Goldenen Ehrennadel
Als größten persönlichen Erfolg seiner langen Amtszeit wertete er den Erhalt der Zahnklinik in Halle an der Saale 1997, wodurch diese Traditionseinrichtung der Kammer zufolge als einzige Ausbildungsstätte im Land für Zahnmedizinerinnen und Zahnmediziner erhalten bleiben konnte. Nach sechs Legislaturperioden übergab er im Sommer 2016 den Staffelstab an seinen Nachfolger Dr. Carsten Hünecke. Im darauffolgenden November wurde er in Berlin auf dem Festakt zum Deutschen Zahnärztetag mit der Ehrennadel der Deutschen Zahnärzteschaft in Gold ausgezeichnet. Am 26. November 2016 ernannten ihn die Delegierten der Kammerversammlung einstimmig zu ihrem Ehrenpräsidenten, um sein außergewöhnliches Engagement für den Berufsstand in Sachsen-Anhalt zu würdigen.
Auch im Anschluss war Dreihaupt weiter als Zahnarzt tätig, zudem setzte er sich als Stadtrat und Vorsitzender des Vereins „Aus einem Guss“ für den Erhalt denkmalgeschützter historischer Gebäude in seiner Heimatstadt Tangerhütte ein.
„Der Vorstand und die Belegschaft der Zahnärztekammer Sachsen-Anhalt sprechen den Angehörigen Dr. Dreihaupts ihr tief empfundenes Beileid aus und trauern um den Mann, ohne den es die Kammer als moderne und effiziente Vertretung des Berufsstandes nicht in dieser Form geben würde“, bekundet der Vorstand der Kammer.


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