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20 Jahre ApaCare: Vom Zahnschmelz zum oralen Ökosystem

Cumdente GmbH
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20 Jahre ApaCare: Das Tübinger Familienunternehmen nimmt neben der Remineralisation zunehmend Mikrobiom und Schleimhäute in den Blick. Gleichzeitig übernimmt die nächste Generation mehr Verantwortung.

Vor 20 Jahren begann die Entwicklung von ApaCare mit einer materialwissenschaftlichen Fragestellung: Lässt sich die mineralische Zahnoberfläche mit einem Werkstoff unterstützen, der dem natürlichen Zahnmineral möglichst nahekommt? Im Mittelpunkt stand Hydroxylapatit als „flüssiger Zahnschmelz“

Im Mittelpunkt stand Hydroxylapatit als flüssiger Zahnschmelz. Der Zahnarzt und Materialforscher Prof. Dr. Rainer Hahn beschäftigte sich bereits in den 1990er-Jahren mit der Interaktion mineralischer Materialien und Zahnoberflächen. Aus diesen Arbeiten ging 2006 zunächst eine Zahnreparaturpaste zur Anwendung nach dem Zähneputzen hervor: ApaCare Repair.

Daraus entwickelte sich in den folgenden Jahren ein Zahnpflegesystem mit unterschiedlichen Anwendungen für die häusliche Mundhygiene und die professionelle Prävention in der Praxis.

Zum 20-jährigen Bestehen am Tag der Zahngesundheit zog das Tübinger Familienunternehmen Bilanz und stellte zugleich Forschungs- und Entwicklungsfelder vor, die deutlich über die ursprüngliche Beschäftigung mit der Zahnoberfläche hinausgehen.

Mikrobiom rückt stärker in den Fokus

Ein Schwerpunkt liegt dabei auf dem oralen Mikrobiom. Während in der Mundhygiene lange vor allem die Reduktion potenziell pathogener Mikroorganismen im Vordergrund stand, richtet sich der wissenschaftliche Blick zunehmend auf die Zusammensetzung und Funktion mikrobieller Gemeinschaften sowie deren Wechselwirkungen mit ihrem biologischen Umfeld.

Für ApaCare bedeutet dies nach eigenen Angaben eine Erweiterung des bisherigen Ansatzes: Neben Mineralisation und Zahnhartsubstanz sollen künftig stärker die biologischen Verhältnisse im gesamten Mund- und Rachenraum berücksichtigt werden.

„Vor 20 Jahren haben wir beim Zahn angefangen. Heute interessiert uns zunehmend das biologische System dahinter“, sagt Gründer Dr. Rainer Hahn. „Die Frage ist, wie wir Erkenntnisse über Mineralisation, Schleimhäute und Mikrobiom in alltagstaugliche Prävention übersetzen können.“

Damit geraten neben den Zähnen zunehmend auch Mundschleimhaut und Rachenraum in den Blick. Beim Jubiläum stellte das Unternehmen neue Entwicklungsansätze für diese Bereiche vor.

Ein weiteres Forschungsfeld betrifft die Frage, inwieweit sich die Mundschleimhaut für länger anhaltende lokale Wirkungen nutzen lässt. Das Unternehmen fasst diese erweiterte Perspektive unter dem Leitgedanken „Oral Health. Total Health.“ zusammen.

Von der Produktidee zur nächsten Generation

Parallel zur fachlichen Weiterentwicklung vollzieht sich bei ApaCare ein Generationenwechsel. Für die Töchter der Gründerfamilie war die Entwicklung des Unternehmens von Anfang an Teil des Familienlebens. Hydroxylapatit, neue Rezepturen und Patente gehörten schon früh zu den Gesprächen am Esstisch.

„Für uns war ApaCare nie einfach eine Firma. ApaCare war immer mit am Tisch“, fassten sie diese Erfahrung beim Jubiläum zusammen.

Heute übernimmt die nächste Generation zunehmend Verantwortung. Die beiden Töchter bringen als Zahnärztinnen ihre klinische und wissenschaftliche Perspektive ein. Ergänzt wird die nächste Generation durch ihre Partner, die unternehmerische und strategische Erfahrung einbringen.

So verbindet sich die zahnmedizinische Herkunft von ApaCare mit neuen Impulsen für die weitere Entwicklung des Unternehmens. Der Anspruch dabei ist klar: „Die Aufgabe der nächsten Generation ist nicht, das Bestehende zu bewahren. Sondern es weiterzudenken.“

Nach Unternehmensangaben wurden in den vergangenen 20 Jahren mehr als zehn Millionen Zahnpasten produziert und über 50 Produkte entwickelt. ApaCare ist heute in mehr als 45 Ländern vertreten und will seine internationale Präsenz weiter ausbauen.

„Wir haben ApaCare mit der Überzeugung gegründet, dass aus guter Wissenschaft bessere Prävention entstehen kann. Daran hat sich nichts geändert. Aber unser Blick ist größer geworden: vom Zahn auf das biologische System Mund. Und besonders freut mich, dass die nächste Generation diesen Weg nicht nur fortsetzt, sondern mit eigenen Ideen weiterführt“, sagt Prof. Dr. Rainer Hahn.

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