Aufsuchende Zahnmedizin

Der gut organisierte Hausbesuch

Viele Kollegen zögern noch, wenn es darum geht, die Praxisräume zu verlassen, um zusätzlich mobil zu therapieren. Oft werden Aufwand und Risiko als zu hoch und die Wirtschaftlichkeit als zu gering eingeschätzt. Dieser Beitrag erläutert, wie die aufsuchende Behandlung – gegebenenfalls unter Abschluss eines Kooperationsvertrags mit einer Pflegeeinrichtung – praktisch gut organisiert und damit auch wirtschaftlich darstellbar wird.

Am Anfang steht die richtige Vorbereitung: Der Termin steht, der Koffer ist gepackt, das Therapiesetting festgelegt – dann kann die Behandlung beginnen. zm-mg

Therapieren unter Campingbedingungen, vielleicht noch während des Abendbrots? Hausbesuche sollten endlich den Verruf des Provisorischen und Improvisierten ablegen. © D. Bleiel
© D. Bleiel
Krasses, aber gar nicht so seltenes Beispiel einer Gebisssituation eines Pflegeheimbewohners: Würden Sie die Wurzelreste entfernen oder würden Sie diese im Zahnbett belassen? © D. Bleiel
Sind Zähne vorhanden, gibt es viele Probleme: Für den aufsuchenden Behandler stellt sich regelmäßig die Frage nach der individuell geeigneten Therapie. © D. Bleiel
Beide Frauen sind 78 Jahre alt: Die Gruppe der Senioren ist äußerst inhomogen – von fit bis gebrechlich existiert eine enorme physiologische und psychologische Bandbreite, mit der der Mundgesundheitszustand und damit auch der Allgemeingesundheitszustand einhergeht. © D. Bleiel
Beide Frauen sind 78 Jahre alt: Die Gruppe der Senioren ist äußerst inhomogen – von fit bis gebrechlich existiert eine enorme physiologische und psychologische Bandbreite, mit der der Mundgesundheitszustand und damit auch der Allgemeingesundheitszustand einhergeht. © D. Bleiel
Diese Patientin erhält ihre Prophylaxesitzung in ihrem eigenen Wohnzimmer. Den Gang in die Zahnarztpraxis bewältigt sie allein nicht mehr. © D. Bleiel
Häufig fällt es dem zahnärztlichen Team schwer, bettlägrige Patienten für die Behandlung zu mobilsieren. Gleichzeitig sollte ihnen eine Erhaltungstherapie nicht vorenthalten werden. © D. Bleiel
Kompakt und steril: Material und Instrumentarium kann im Rahmen der aufsuchenden zahnärztlichen Betreuung für jeden Patientenfall gesondert verpackt werden. © D. Bleiel

Wo liegen die Schwierigkeiten, was kann überzeugen und wie gehe ich konkret vor, wenn ich die Praxis verlasse, um mobil tätig zu werden?

Der Erstkontakt

Der Erstkontakt mit Patienten, die eine Zahnarztpraxis nur schwer aufsuchen können, ist regelmäßig am Telefon. Meist rufen betreuende Angehörige, ambulante Pflegedienste oder Mitarbeiter einer stationären Einrichtung (Seniorenheim) an und bitten um Hilfe. Sinnvoll ist, für solche Situationen eine Checkliste vorzubereiten (Kasten). Wer ruft an? So kann gleich die Anforderung dokumentiert werden, die später bei der Abrechnung des Zuschlags wichtig ist. Hat der Patient einen Betreuer oder einen Bevollmächtigen? Davon muss in aller Regel ausgegangen werden. Der Kontakt zu jenen ist unabdingbar, da die Behandlung ohne Einwilligung den Straftatbestand der Körperverletzung darstellen kann. Häufig nehmen alte und sehr alte Patienten regelmäßig viele Medikamente ein, die dem Behandler oft unbekannt oder für ihn nicht einschätzbar sind. Ein interdisziplinärer Kontakt insbesondere mit dem Hausarzt ist nützlich – hat er doch in aller Regel Kenntnis über alle verordneten Medikamente. Auch hier hat sich eine Checkliste bewährt: Per Fax als Konsil ergibt sich schnell, fast immer am Folgetag, und ohne Wartezeiten am Telefon ein erster Überblick.


• Name des Anrufers
• Name des Patienten
• Wohnung, Ort, Einrichtung
• Welches Problem liegt vor?
• Anderer Zahnarzt?: Wenn ja , Name:
• Versicherung (gesetzlich/privat)
• Befreiung ZE: ja/nein?
• Bevollmächtigter
• Hausarzt
• möglicher Termin


Sehr hilfreich zur Einschätzung der Wechselwirkungen der Medikamente und zur Berücksichtigung bei der zahnärztlichen Therapie hat sich das von Ulrich Pauls speziell für Zahnärzte entwickelte Programm MIZ erwiesen: Zusammenfassend kann hier eine Beurteilung der Medikation vor dem zahnärztlichen Therapiebeginn vorgenommen werden (www.mizdental.de).

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