Kooperation zwischen Hebammen und Zahnärzten

Ein Comic soll zur Zahnpflege anleiten

Heftarchiv Gesellschaft
sf

Das Thema „Zahnpflege“ lässt sich mitunter schwer vermitteln. Um gerade Eltern aus Risikofamilien besser zu erreichen, haben die Bundeszahnärztekammer und der Deutsche Hebammenverband in einer Kooperation einen textfreien Comic zur Zahnpflege und Mundgesundheit bei Kleinkindern entwickelt.

Fachübergreifend arbeiten die Bundeszahnärztekammer (BZÄK), die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV), die Deutsche Gesellschaft für Kinderzahnheilkunde (DGK) und der Bundesverband der Kinderzahnärzte (BuKiZ) seit 2012 gemeinsam mit dem Deutschen Hebammenverband (DHV) an einem gesundheitspolitischen Konzept zur zahnmedizinischen Prävention der frühkindlichen Karies, um gesetzliche Rahmenbedingungen für einen Zahnarztbesuch ab dem ersten Lebensjahr zu schaffen.

Im Rahmen dieser Zusammenarbeit haben der DHV und die BZÄK einen textfreien Comic zur Zahnpflege und Mundgesundheit bei Kleinkindern entwickelt. In Kooperation mit der Bundesbeauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Maria Böhmer, soll dieser Comic besonders Eltern in schwierigen sozialen Lebenslagen darüber informieren, was gut für die Mundgesundheit des Kleinkindes ist. Darüber hinaus richtet sich der Comic aber auch an junge Eltern generell, Hebammen und alle Zahnärzte, die kleine Kinder in ihrer Praxis behandeln.

Unzureichendes Wissen über Mundgesundheit

Frühkindliche Karies ist bundesweit ein zunehmendes Problem. Zu viele Kleinkinder haben bereits stark zerstörte Zähne. Das betreffe alle Gesellschaftsschichten, trete aber eben besonders gehäuft in den vulnerablen Familien auf, erklärten BZÄK und der DHV im Rahmen ihrer Kooperation: „Gerade Eltern in schwierigen sozialen Lebenslagen wissen noch zu wenig über die richtige mundgesunde Ernährung oder Mundpflege bei Säuglingen und Kleinkindern“, erläutert dazu BZÄK-Vizepräsident Prof. Dr. Dietmar Oesterreich. Daher sollen bereits werdende Eltern verstärkt von Hebammen, Gynäko- logen und Zahnärzten aufgeklärt werden.

Begleitet wurde das Thema mit einer Serie im DHV-Fachmagazin „Hebammenforum“ (6 und 7/2013). Darin werden die Kooperation des DHV mit Zahnärztlichen Berufsorganisationen beschrieben und Maßnahmen zur frühen Kariesprophylaxe erklärt.

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