Aktinische Keratosen: Hautveränderungen im Gesicht ernst nehmen
Aktinische Keratosen zeigen sich häufig als raue, gerötete oder hautfarbene Veränderungen an lichtexponierter Haut. In einem aktuellen Interview der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Onkologie (ADO) weist Prof. Dr. Ralf Gutzmer (Minden/Bochum) darauf hin, dass solche Veränderungen nicht bagatellisiert werden sollten: Sie gelten als Vorstufen von Hautkrebs und können insbesondere bei ausgeprägter UV-Schädigung auch flächig auftreten.
Für die Zahnarztpraxis ist das Thema relevant, weil Patientinnen und Patienten meist regelmäßig zur Kontrolle kommen. Zahnärztinnen und Zahnärzte sehen Lippenrot, periorale Haut sowie sichtbare Areale von Gesicht, Ohren oder Kopfhaut dabei aus nächster Nähe. Persistierende raue, verhornte, schuppende oder gerötete Veränderungen sollten deshalb Anlass sein, zur dermatologischen Abklärung zu raten.
Besonders gefährdet sind helle Hauttypen und Menschen mit hoher UV-Exposition. Neben konsequentem Lichtschutz bleibt die frühzeitige Diagnose entscheidend, weil einzelne Läsionen lokal behandelt und größere Feldkanzerisierungen gezielt therapiert werden können.



