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elmex®-DGKiZ-Präventionspreis 2026

Ausgezeichnet: Arbeit zur Mundgesundheit von Kindern mit XLH

(v.l.n.r.): Hans-Joachim Ritter (CP GABA), Preisträgerin Dr. Annika Jonas, Prof. Dr. Katrin Bekes (DGKiZ) DGKiZ/Christian Augustin
br
Zahnmedizin
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Auf der 33. Jahrestagung der DGKiZ, die vom 10. bis 12. September in Kassel stattfand, wurde Dr. Annika Jonas aus Wien mit dem elmex®-DGKiZ-Präventionspreis ausgezeichnet. Sie untersuchte die Mundgesundheit bei Kindern mit XLH.

Jonas von der Universitätszahnklinik der Medizinischen Universität Wien erhielt den in Kooperation mit CP GABA verliehenen Preis für ihre Präsentation „Mundgesundheitsbezogene Lebensqualität von Kindern mit x-chromosomaler Hypophosphatämie – eine Pilotstudie“.

XLH ist eine genetische Erkrankung

Die X-chromosomale Hypophosphatämie (XLH) ist eine genetische Erkrankung, die zu einem Phosphatmangel im Blut führt, der die Knochenmineralisation stört. Jonas und ihr Team beobachteten in der zahnmedizinischen Behandlung von betroffenen Kindern, dass diese häufiger unter Abszessen leiden und anfälliger für Karies und endodontologische Probleme sind.

„Alle drei Hartsubstanzen des Zahns sind von Veränderungen betroffen: Zähne sind mindermineralisiert, es zeigt sich hypoplastisches Dentin und der Schmelz weist Risse auf. Diese Veränderungen lassen sich mikroskopisch feststellen, aber nicht so leicht klinisch im Mund an den Zähnen beurteilen“, erläutert Jonas. „Sowohl das Milchgebiss als auch bleibende Zähne sind betroffen. Weil die Zahnoberfläche rauer ist, kommt es zu vermehrten Plaqueanlagerungen."

Betroffene Kinder benötigen daher eine besonders engmaschige Kontrolle und ein schnelles Handeln bei Beschwerden. In der Regel werden die Kinder an der Universitätszahnklinik in Wien alle drei Monate einbestellt, wobei jedes Mal eine kleine Mundhygiene und Fluoridierung durchgeführt wird, bei Bedarf auch Fissurenversiegelungen. Die Aufklärung und detaillierte Mundhygieneanleitung spielen eine große Rolle im Rahmen der Behandlung.

Über die mundgesundheitsbezogene Lebensqualität (MLQ) dieser Patientengruppe ist bislang nicht viel bekannt. Daten von Kindern mit XLH, bei denen auch die Betroffenen selbst und nicht die Eltern befragt wurden, liegen kaum vor. Daher startete das Team aus dem Fachbereich Kinderzahnheilkunde der Universitätszahnklinik eine Pilotstudie an der Universitätszahnklinik in Wien, an der 16 Kinder und Jugendliche teilnahmen.

Die Kinder leiden unter der Erkrankung

„Wir als Ärztinnen und Ärzte sollten nicht immer davon ausgehen, dass das was wir sehen oder fühlen, nur weil wir es so gelernt haben, den Betroffenen Schmerzen bereitet oder keine Schmerzen macht. Wir gehen von diesem Konstrukt aus. Ziel ist es, wirklich zu verstehen, wie geht es dem Patienten dahinter. Wir behandeln nicht die Karies oder den Zahn, sondern vielmehr das Kind“, erklärt die Preisträgerin ihre Motivation.

In der Pilotstudie konnte festgestellt werden, dass die Erkrankung die MLQ der Betroffenen deutlich beeinträchtigen kann. Insbesondere ein lückenhaftes Gebiss und damit verbundene Hemmungen zu lächeln oder lachen wurden von den Betroffenen benannt. Insgesamt 87,5 Prozent der Teilnehmer benannten eine (wenn auch häufig milde) Beeinträchtigung.

Der elmex®-DGKiZ-Präventionspreis wird seit 2020 ausgelobt. Er wurde initiiert, um wissenschaftliche Studien im Bereich Prophylaxe und Prävention zu fördern. In diesem Jahr würdigte der Preis die beste Einreichung auf dem Gebiet der Mundgesundheit in der Kinderzahnmedizin. Der von CP GABA gestiftete Preis ist mit 1.500 Euro dotiert.

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