Dritter Histotyp entdeckt

Der Fossilhai hat eine einzigartige Zahnstruktur

von ck/pm
Gesellschaft

Der Fossilhai: ein dritter Histotyp

Mithilfe hochauflösender CT-Aufnahmen gelang es den Wiener Paläobiologen gemeinsam mit englischen Kollegen, das Geheimnis um den Ursprung dieses Phänomens zu entschlüsseln. "Der Fossilhai besitzt wie alle anderen Grundhaie Orthodentin, die Zahnhöhle ist jedoch mit dem knochenähnlichen Osteodentin gefüllt. Es handelt sich daher um einen dritten, bisher weitgehend unbekannten Histotypen", erklärt Studienleiter Patrick Jambura. Warum der Hai verschiedene Zahnstrukturen besitzt, ist noch ungeklärt.

Osteodentin plus Orthodentin

"Osteodentin ist härter, und, was noch wichtiger ist, flexibler als Orthodentin. Mit dem Füllen der Zahnhöhle scheinen der Fossilhai und die Makrelenhaie die Widerstandsfähigkeit ihrer Zähne, welche meist lang und dünn sind, zu erhöhen", sagt Jambura. Fossilhaie und Makrelenhaie hätten zwar eine ähnliche Zahnstruktur, diese sei jedoch unabhängig voneinander entstanden, so dass kein näheres Verwandtschaftsverhältnis beider Gruppen besteht.

Patrick L. Jambura, Cathrin Pfaff, Charlie J. Underwood, David J. Ward, Jürgen Kriwet (2018): Tooth mineralization and histology patterns in extinct and extant snaggletooth sharks, Hemipristis (Carcharhiniformes, Hemigaleidae) - evolutionary significance or ecological adaptation? In: PLOS ONE. DOI: 10.1371/journal.pone.0200951

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