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Cold Case in Frankreich

Polizei identifiziert „Frau mit der Richmond-Zahnkrone“

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Gesellschaft
Eine Frau, deren verstümmelte Leiche 2005 im Nordosten Frankreichs entdeckt wurde, konnte jetzt – nach mehr als zwei Jahrzehnten – identifiziert werden. Die sogenannte Richmond-Zahnkrone spielte dabei eine entscheidende Rolle.

Französische Sicherheitsbehörden haben im Zuge der internationalen Fahndungskampagne Identify Me „die Frau mit der Richmond-Zahnkrone“ als Hakima Boukerouis identifiziert. Ihre Leiche wurde vor 21 Jahren in Frankreich aufgefunden. Die kriminalpolizeiliche Ermittlungsabteilung der Gendarmerie mit Sitz in Metz, die die Untersuchung leitet, hat zudem die Festnahme eines Verdächtigen im Zusammenhang mit ihrem Tod bestätigt.

Diese Informationen hatte die Polizei
Datum der Entdeckung: 7. Januar 2005; Standort: Frankreich: Col du Donon – Saint-Quirin, Moselle; Geschlecht: weiblich; geschätztes Geburtsjahr: 1957–1969; geschätztes Alter: 35 bis 47 Jahre; Größe: 160 cm; Hautton: weiß; Haarfarbe: dunkelbraunes, gewelltes und kurz geschnittenes Haar; Augenfarbe: unbekannt; Tätowierungen, Muttermale, Narben: keine; Schmuck: nein

Der Fall geht auf den 7. Januar 2005 zurück, als die verstümmelte Leiche einer Frau versteckt in einer Regentonne im französischen Dorf Saint-Quirin entdeckt wurde. Das Opfer war in schwarze Müllsäcke gewickelt und mit Seilen verschnürt worden. Es wird angenommen, dass sie zwischen September und Oktober 2004 starb. Mehr als zwei Jahrzehnte lang blieb ihre Identität unbekannt. Mittels DNA-Abgleich mit Familienmitgliedern des Opfers gelang jetzt der Durchbruch.

Der Fall wurde 2024 in die Kampagne „Identify Me“ aufgenommen. Nun gaben die französischen Behörden bekannt, dass die „Frau mit der Richmond-Zahnkrone“ als Hakima Boukerouis identifiziert worden war.

Über die Kampagne Identify Me
Im Oktober 2024 wurde die internationale Fahndungskampagne „Identify Me“ mit sechs europäischen Ländern (Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Niederlande und Spanien) fortgesetzt. Mit Interpol verfolgt sie das Ziel, die Identität von 47 Frauen zu klären. Die meisten dieser Frauen wurden entweder teils auf brutale Art und Weise getötet oder sind unter zweifelhaften oder ungeklärten Umständen gestorben. Einige Fälle liegen bereits Jahrzehnte zurück und haben mutmaßlich internationale Bezüge. Mit dem erneuten Fahndungsaufruf erhofft sich die Polizei entscheidende Hinweise aus der Bevölkerung, die zur Identifizierung der unbekannten Frauen beitragen. Hier geht es zur Kampagnen-Website des Bundeskriminalamts.

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