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Studie zur Präzisionsernährung

Sauerkraut für die Mund- und Darmgesundheit

Sauerkraut bietet mehr als nur einen besonderen Geschmack: Fermentierte Lebensmittel wie Kimchi enthalten komplexe Gemeinschaften von Mikroorganismen und bioaktiven Stoffen. Madeleine Steinbach-stock.adobe.com
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Zahnmedizin
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Ein aktueller Übersichtsartikel zeigt, welches Potenzial fermentierte pflanzliche Lebensmittel für neue mikrobiombasierte Ernährungsstrategien zur Unterstützung der Mund- und Darmgesundheit haben.

Forschende der University of Pennsylvania und der Jeonbuk National University in Südkorea haben untersucht, wie fermentierte Lebensmittel mit dem oralen und intestinalen Mikrobiom interagieren. Im Fokus stehen pflanzliche Produkte, die vielfältige Gemeinschaften lebender Mikroorganismen, mikrobielle Metaboliten, ballaststoffreiche Strukturen und bioaktive Pflanzenstoffe enthalten können.

Das Potenzial für Präzisionsernährung

Anders als etwa Joghurt, der meist wenige definierte Bakterienstämme enthält, weisen etwa Sauerkraut Kimchi ein komplexes Konsortium natürlich vorkommender Mikroorganismen und zahlreiche bioaktive Metaboliten auf. Die ballaststoffreiche Struktur pflanzlicher fermentierter Lebensmittel könnte dazu beitragen, die enthaltenen Mikroorganismen zu schützen und ihre Verweildauer auf Schleimhautoberflächen zu verlängern.

„Fermentierte pflanzliche Lebensmittel enthalten vielfältige mikrobielle Populationen und deren Stoffwechselprodukte und könnten grundsätzlich gezielt so entwickelt werden, dass sie die Mund- und Magen-Darm-Gesundheit unterstützen“, sagt Studienautor Hyun Koo von der Penn Dental Medicine. Ziel sei jedoch nicht, diese Lebensmittel bereits heute als Therapie zu verstehen, sondern ihr Potenzial für die Präzisionsernährung systematisch zu untersuchen.

Noch sind viele Fragen offen: So ist bislang unklar, welche Mikroorganismen und Metaboliten besonders relevant sind, wie lange sie nach dem Verzehr im Körper verbleiben und ob bestimmte fermentierte Lebensmittel in klinischen Studien reproduzierbare gesundheitliche Effekte zeigen.

Die Autoren schlagen deshalb vor, Lebensmittelmikrobiome künftig genauer zu charakterisieren und fermentierte Produkte mit definierten mikrobiellen und chemischen Eigenschaften zu entwickeln. Langfristig könnten solche Lebensmittel gezielt an individuelle Mikrobiomprofile oder gesundheitliche Bedürfnisse angepasst werden.

Kim D, Joe HI, Bae JW, Wu GD, Compher CW, Koo H. Fermented food microbiome: influence on oral and gut microbiota, and human health. Nat Rev Microbiol. 2026 Jun 23. doi: 10.1038/s41579-026-01333-8. Epub ahead of print. PMID: 42337354.

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