Bundesgesundheitsministerium

"Das Corona-Warn-Armband ist in Arbeit"

Die Universität Kiel entwickelt ein Corona-Warn-Armband. Damit könnten auch Begegnungen von Nutzern erfasst werden, die kein oder ein zu altes Smartphone haben, teilt das Bundesgesundheitsministerium (BMG) mit.

Das Corona-Warn-Armband wird womöglich so ähnlich aussehen wie ein Fitnesstracker und schätzungsweise 30 Euro kosten. Symbolbild AdobeStock_Ocskay Mark

Der Ausschuss "Digitale Agenda" hatte am vergangenen Mittwoch mit BMG-Vertretern den Stand der Corona-Warn-App diskutiert. Dabei hatte laut einer Kurzmeldung des Bundestags ein Abgeordneter der Unionsfraktion nach der Einbindung älterer Mobilgeräte in die Warn-Infrastruktur der App gefragt. Ein anwesender BMG-Vertreter verwies daraufhin auf eine Studie der Universität Kiel, die derzeit ein Bluetooth-Armband für Personen entwickelt, die kein oder ein zu altes Smartphone besitzen.

Auf die Frage nach den zu erwartenden Kosten hieß es, dass es noch keine Schätzungen oder Finanzierungsprüfung gebe, aber voraussichtlich mit Kosten in Höhe von etwa 30 Euro pro Armband gerechnet werden müsse.

Bundesministerium für Gesundheit prüft verschiedene Optionen

Auf Fragen der zm, wann mit ersten Studienergebnissen/einer Einführung des Armbands zu rechnen ist, mit wie vielen potenziellen Nutzern das BMG kalkuliert und ob eine Kostenerstattung geplant ist, antwortet das BMG nicht. Stattdessen heißt es:

"Die Nutzung von Tracing-Ansätzen durch Personen ohne Smartphones ist technisch grundsätzlich denkbar, allerdings auch äußerst komplex und beruht im Kern auf einer eigenen IT-Infrastruktur. Hinzu kommt, dass sowohl eine technische als auch prozessuale (u. a. Verifikation, Testung und Warnung) Interoperabilität zur Corona-Warn-App sichergestellt werden muss.

Das Bundesministerium für Gesundheit prüft verschiedene Optionen bezüglich der Ausweitung des Zugangs zur CWA. Eine der Optionen ist ein Armband, das in weiten Teilen der Funktionsweise der CWA entspricht. Die Bundesregierung fördert eine Studie der Universität Kiel, mit dem Ziel, ein Corona-Warn-Band (CWB) zu entwickeln. Trägerinnen und Träger des Armbandes sollen von der CWA als Kontakte erkannt werden und umgekehrt soll das Armband Kontakte zu anderen Armbändern und Smartphones erkennen und die Daten in gleicher Weise wie die CWA pseudonymisiert speichern. Die Studie befindet sich in einer Pilotphase und es liegen derzeit noch keine Ergebnisse vor."

In Österreich hatte Bundeskanzler Sebastian Kurz bereits im April 2020 eine ähnliche Technik für jene zwei Millionen Österreicher ins Gespräch gebracht, die kein Smartphone besitzen. Damals angedacht waren jedoch bluetoothfähige Schlüsselanhänger zur Ermittlung des Standorts des Trägers zu nutzen. Seitdem blieb es jedoch ruhig um die Idee.

21,8 Millionen Deutsche haben die Corona-Warn-App

Darüber hinaus lieferte die Ausschusssitzung ein paar Zahlen zur epidemiologischen Bedeutung der Corona-Warn-App: Momentan greifen pro Tag mehr als 2.000 Nutzer auf die App zurück, um andere über die Erkrankung anonym zu informieren. Bereits 2,8 Millionen Testresultate wurden in die App übertragen.

Wichtig sei dem BMG, dass die zusätzlichen Funktionalitäten nicht "im Widerspruch zur Freiwilligkeit stehen und die Umsetzung datensparsam erfolgen kann", betonte der BMG-Vertreter. Denn dies habe zu der "überaus hohen Akzeptanz und Downloadrate, auch im internationalen Vergleich" geführt. Ein Schwerpunkt derzeit bilde die Umstellung auf die Version-2-Schnittstelle von Google und Apple. Diese werde noch im November umgesetzt.

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