Hilfe zur Selbsthilfe

Dentists for Africa schult zahnärztliches Personal in Kenia

ck/sg/pm
GesellschaftSoziales Engagement
Um die Nachhaltigkeit von Hilfseinsätzen zu garantieren, organisiert die thüringische Hilfsorganisation Dentists for Africa (DfA) auch zahnärztliche Weiterbildungsseminare, zuletzt in Kenia.

Ziel der Schulung in Kisii im Westen Kenias war, die Mitarbeiter dieser Einrichtungen theoretisch und praktisch weiterzubilden. Besucht wurde die Schulung auch von kenianischen Studenten zahnmedizinischer Studiengänge, deren Ausbildung DfA finanziert.

Das Seminar gehört zu einer Reihe jährlich in Kenia stattfindender Weiterbildungsseminare, die zum Ziel haben, zahnmedizinisches Wissen zu vertiefen, Erfahrungen und Ideen auszutauschen und eine gute Zusammenarbeit zwischen kenianischen und deutschen Mitarbeitern sowie von DfA unterstütztem zahnärztlichen Personal zu fördern.

Schwerpunkt Wurzelkanalbehadlungen

Etwa 30 Zahnärzte, Zahnmedizinstudenten, Oral Health Officers und Mitarbeiter aus den DfA-Zahnstationen in Kenia nahmen teil, außerdem sechs deutsche Einsatzleistende. Thematischer Schwerpunkt war die Endodontie sowie aktuelle fachliche Themen und Informationen zu beruflichen Werdegängen im zahnmedizinischen Bereich.

Das Seminar

Das Seminar

Ein Zahnarzt für 42.000 Patienten

Ungefähr 1.000 Zahnärzte sind in Kenia tätig - bei einer Bevölkerung von etwa 42 Millionen. Dabei praktizieren 8 Prozent der Zahnärzte in Großstädten und Ballungsräumen. Auf einen Zahnarzt kommen damit 42.000 Patienten. Von der WHO wird ein Schlüssel 1:7000 empfohlen. Vor allem in entlegenen ländlichen Gebieten Kenias ist die Bevölkerung zahnmedizinisch stark unterversorgt.

In 13 Zahnstationen arbeitet einheimisches Personal

Karies, Gingivitis, Dentalfluorose bei oft schlechter oder fehlender Mundhygiene und fehlender Versorgung führen oft zu ernsten chronischen Erkrankungen. DfA hat es sich daher zum Ziel gesetzt, die zahnmedizinische Versorgung der notleidenden Bevölkerung zu verbessern. In 13 Zahnstationen arbeitet einheimisches Personal, das regelmäßig von deutschen Einsatzleistenden unterstützt wird.

Gleichzeitig initiiert und unterstützt DfA auch soziale Projekte, um den Folgen der hohen HIV/Aids-Rate besonders im Westen Kenias entgegenzuwirken. Dazu gehört neben der Vermittlung von transparenten Patenschaften auch die Unterstützung einer Witwenkooperative, die es etwa 250 von der Aids-Epidemie betroffenen Frauen ermöglicht, ein selbstbestimmtes Leben führen zu können.

Im Vordergrund steht die Nachhaltigkeit der Projekte

Im Vordergrund steht die Nachhaltigkeit der Projekte, die langfristig in die Selbstständigkeit entlassen und ganz in kenianische Hände übergeben werden sollen. DfA setzt einen besonderen Schwerpunkt auf Aus- und Weiterbildung.

"Es ist inspirierend mit diesen jungen und motivierten Menschen aus Kenia zusammenzuarbeiten. Unsere jährlichen Weiterbildungsseminare sind bereichernd für beide Seiten", sagt Dr. Hans-Joachim Schinkel, Gründer und 1. Vorsitzender der Organisation im Hinblick auf die Veranstaltung.

Mehr Informationen zu DfA finden Sie unter www.dentists-for-africa.org .

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