Demonstration in Berlin

Hilfsorganisationen fordern medizinische Versorgung für alle

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Gesellschaft
„Armut macht krank. In einem reichen Land wie Deutschland ist das nicht hinzunehmen!“ Unter diesem Motto versammelten sich am 20. März über 20 Hilfsorganisationen, Stadtmissionen, Wohlfahrtsverbände und Vereine abends vor dem Brandenburger Tor in Berlin zu einer Kundgebung.

Ihre Forderung: Die Bundesregierung soll sämtliche diskriminierende Hürden beseitigen, die verhindern, dass Menschen notwendige medizinische Leistungen in Deutschland in Anspruch nehmen können. „Hunderttausende Menschen in der BRD haben keinen Zugang zu der medizinischen Versorgung, die sie bräuchten“, sagte Dr. Johanna Offe, Grundsatzreferentin bei Ärzte der Welt im Gespräch mit den zm.

Betroffen seien vor allem Wohnungslose und Asylbewerber, aber auch Personen mit Beitragsschulden, wie zum Beispiel Selbstständige, die sich die Versicherungsbeiträge nicht mehr leisten können. „Es gibt konkrete Gesetze, die diesen Personengruppen den Zugang zur medizinischen Versorgung erschweren“, erläuterte Offe.

„Wir wollen und können es der Politik und der Öffentlichkeit nicht ersparen, dass jede politische Entscheidung Folgen und Konsequenzen für die Gesundheit hat – die sich auch in Jahren mit Krankheit und frühem Tod darstellen."

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