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Neue H7N9-Fälle in China

Täglich registrieren Mediziner in China weitere Menschen, die mit dem Vogelgrippe-Virus H7N9 infiziert sind. Krankenhäuser in vielen Städten sind alarmiert. Behörden wollen jetzt die WHO miteinbeziehen.

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Schon fünf Menschen sind in China an dem bislang kaum bekannten Vogelgrippe-Virus H7N9 gestorben.  Landwirtschaftsbehörden fanden das Virus aber in Proben von Tauben auf einem Marktplatz in Shanghai, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete.

Chinas Gesundheitsbehörden haben eine umfassende Kooperation mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) angekündigt. "China wird einen offenen und transparenten Austausch mit der WHO aufrechterhalten", kündigten die Behörden an.

Behörden fordern auf, auf das öffentliche Schlachten von Hühnern zu verzichten

Die Behörden haben Krankenhäuser in einigen großen Städten Anfang der Woche in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt. Bislang ist noch nicht klar, wie sich die Patienten angesteckt haben. Es gebe keinen Hinweis auf eine Infektion von Mensch zu Mensch, hatten Gesundheitsbehörden am Mittwoch mitgeteilt. Außerdem sei keine Verbindung zwischen den einzelnen Fällen gefunden worden.

An diesem Donnerstag ist der chinesische Totengedenktag "Qingming". Die Behörden riefen die Bevölkerung laut Xinhua vorsorglich auf, während des Feiertages auf das traditionelle, öffentliche Schlachten von Hühnern zu verzichten.

Virusvariante wächst bereits bei menschlicher Körpertemperatur

Bei den Patienten war nach WHO-Angaben eine Variante des Vogelgrippe-Erregers H7N9 festgestellt worden, die Zeichen für eine Anpassung an Säugetiere enthalte. Das habe eine Genanalyse ergeben. So könne das Virus an die Zellen von Säugetieren andocken. Und es wachse etwa bei der normalen Körpertemperatur von Säugetieren, während Vögel zumindest tagsüber eine höhere Temperatur haben.

Die Gruppe der H7-Viren befällt normalerweise Vögel. Die WHO hatte jedoch zwischen 1996 und 2012 auch infizierte Menschen in den Niederlanden, Italien, Kanada, den USA, Mexiko und Großbritannien registriert. Bisher habe das Virus Bindehautentzündung und eine leichte Entzündung der Atemwege hervorgerufen. Lediglich ein Mensch in den Niederlanden sei an dem Erreger gestorben. Vor den jüngsten Fällen waren noch keine mit H7-Viren infizierte Menschen in China entdeckt worden. Mit H und N werden die Eiweiße der Virushülle Hämagglutinin und Neuraminidase abgekürzt, von denen es jeweils verschiedene Strukturen gibt.