GKV und KBV einigen sich

Vertragsärzte: 550 Millionen Euro mehr Honorar

Nach langen und zähen Verhandlungen einigen sich GKV-Spitzenverband und Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) für 2019 auf einen Honorarzuwachs von 550 Millionen Euro.

Für 2019 hat KBV-Chef Dr. Andreas Gassen für seine Mitglieder 550 Millionen Euro mehr Honorar ausgehandelt. Lopata/axentis.de

Das Ergebnis ließe sich nicht in einem Satz zusammenfassen, sagte der KBV-Vorstandsvorsitzende Dr. Andreas Gassen in einem Video. Zum einen habe das Forderungspaket der Vertragsärzteschaft eine an die Inflation angelehnte Preissteigerung umfasst, zum anderen sollte es die Kosten aus der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) und den Hygiene-Auflagen decken. Letztlich habe man sich auf eine Preisanhebung um 1,6 Prozent geeinigt. Dem GKV-Spitzenverband zufolge bedeutet dies einen Honorarzuwachs von 550 Millionen Euro.

Der Anspruch auf Erstattung der erhöhten DSGVO- und Hygienekosten sei anerkannt worden, so Gassen weiter, jedoch nicht in dem von der KBV geforderten Umfang. Daher sei das Institut des Bewertungsausschusses beauftragt worden, weitere Zahlen dazu zu liefern.

Veränderungsrate bei der Morbidität

Die Inflationsrate sei aber nur ein Kostentreiber, der andere die Veränderungsrate für die Morbidität. Hier sei mit einer Steigerung um die 0,3 Prozent zu rechnen. Der GKV-Spitzenverband führt "vorläufige Berechnungen" an, die zu einem zusätzlichen Vergütungsumfang von rund 70 Millionen Euro führten. Laut KBV läge man dann bei der Erhöhung der kassenärztlichen Honorare bei unter 2 Prozent.

Gassen sprach zudem die Unterbewertung beim Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) an und die aus seiner Sicht daraus resultierende notwendige Reform. Die KBV sei unverändert der Meinung, dass man die Entbudgetierung vorantreiben und den Anfang mit den Grund- und den Versichertenpauschalen machen sollte.

Handlungsfähige Selbstverwaltung ist "Signal an die Politik"

Als positives Signal sieht der KBV-Chef, dass die Selbstverwaltung handlungsfähig sei und daher nicht weiter eingeengt werden dürfe. "Dieses Signal an den Gesetzgeber sollte gehört werden." Fast wortgleich betonte Florian Lanz, Sprecher des GKV-Spitzenverbandes: "Wie das heutige Ergebnis einmal mehr zeigt, funktioniert die gemeinsame Selbstverwaltung von Ärzten und Krankenkassen".

Durch den erwarteten Mengenanstieg bei den Einzelleistungen rechnet die Interessenvertretung der gesetzlichen Krankenkassen noch einmal mit rund 400 Millionen Euro an höheren Entgelten für die medizinischen Vertragspartner der Kassen. Darüber hinaus würden die Arzthonorare im kommenden Jahr vermutlich noch stärker steigen, denn die Politik habe "im Rahmen der laufenden Gesetzgebung weitere Honorarerhöhungen angekündigt".

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