Nicht ohne zahnärztliches Konsil

Chronisch granulierende Parodontitis nach Partsch

Abbildung 1: Zustand 18 Monate nach Beginn der ersten Beschwerden Bertelsen

Abbildung 2: 20 Monate nach Beginn: Verätzung der Gewebewucherung mit Silbernitrat-Ätzstift („Höllenstein“). Eine weitere Verätzung mit Silbernitrat-Ätzstift folgt, zusammen mit einer Wundbehandlung mit Salben. Bertelsen
Abbildung 3: 24 Monate nach Beginn Bertelsen
Abbildung 4: 25 Monate nach Beginn: zweimalig sich plötzlich öffnende OP-Narbe mit Eiteraustritt Bertelsen
Abbildung 5: Zahnärztlicher Röntgenbefund (OPT): diffuse Aufhellung periradikulär 45, interradikuläre Aufhellung 47, periapikale Aufhellung der mesialen Wurzelanteile 47 Bertelsen
Abbildung 6: Erneute Einziehung des Narbengewebes im OP-Gebiet Bertelsen
Abbildung 7: Die operative Entfernung des ankylosierten 45 und die Extraktion 47 sind erfolgt, Röntgenbild (OPT) eine Woche post op. Bertelsen
Abbildung 8: Intraoraler Befund eine Woche post op Bertelsen
Abbildung 9: Extraoraler Befund eine Woche post op: deutlich gebesserter Lokalbefund – kein Flüssigkeitsaustritt mehr Bertelsen
Abbildung 10: Intraoraler Zustand nach fünf Wochen post operationem Bertelsen
Abbildung 11: Extraoraler Befund nach fünf Wochen Bertelsen

Der Fall im Zeitraffer

 

 

  • Juli 2013: Eine kirschkerngroße perimandibuläre Induration wird rechts, unterhalb des Kinns, am Halsansatz deutlich.

 

 

  • Drei Monate nach Beginn der Beschwerden erfolgt die erste Röntgendiagnostik (OPT). Sie zeigt keine Besonderheiten.

 

 

  • Vier Monate nach Beginn: Eine Sonografie und eine Probeexzision zur Dignitätsabklärung des wachsenden Tumors werden durchgeführt. Die operative Entfernung des Tumors wird geplant.

 

 

  • Sechs Monate nach Beginn: Es erfolgt die operative Entfernung des Tumors bei klarer Abgrenzung der regionalen Lymphknoten.

 

 

  • Neun Monate nach Beginn: Erneut tritt ein derb tastbarer Tumor auf. Die Diagnose nach Durchführung der Magnetresonanz-tomografie lautet: „Geringgradig vergrößerter LK (1,1 cm) mit deutlicher Diffusionsrestriktion, ödematöse Infiltration des um gebenden subcutanen Fettgewebes und eine umgebende entzündlich veränderte Lymphadenitis. Keine Raumforderung in der Drüse selbst“. Es erfolgt ein Behandlungsversuch mittels Antibiose, jedoch ohne Besserung.

 

 

  • Zwölf Monate nach Beginn: Es erfolgt eine Re-OP, in der der Tumor und der benachbarte Lymphknoten entfernt werden. Der histologische Befund zeigt keine Malignität.

 

 

  • 14 Monate nach Beginn: Wieder werden vom Patienten eine Einziehung sowie eine blutige Sekretion im Bereich der OP-Narbe beobachtet.

 

 

  • 16 Monate nach Beginn: Es erfolgt eine zweite Re-OP mit Wundrevision mit Exstirpation einer Halsfistel. Die postoperative Diagnose lautet: „Partiell plattenepithelial ausgekleideter Fistelgang mit einer mäßiggradigen chronisch-vernarbenden, aber auch florider, kleinherdig phlegmonöser Entzündung. Keine Malignität“

 

 

  • Zustand 18 Monate nach Beginn (Abbildung 1)

 

 

  • 20 Monate nach Beginn: Es erfolgt eine Verätzung der Gewebewucherung mit Silbernitrat-Ätzstift („Höllenstein“). Diese wird wiederholt. Die weitere Wundbehandlung wird mit Salben durchgeführt (Abbildung 2).

 

 

  • 21 Monate nach Beginn: In der Nachschau wird die Wundheilung als so gut wie abgeschlossen beurteilt, da nur noch wenige Quadratmillimeter zuheilen mussten. Ein weiterer Termin schien nicht mehr erforderlich zu sein.

 

 

  • 22 Monate nach Beginn: Aufgrund einer erneuten Gewebeausstülpung meldet sich der Patient in der Praxis. Die Diagnose lautet Halsfistel. Es erfolgt die Planung eines neuen OP-Termins zur Fistelexzision.

 

 

  • 23 Monate nach Beginn: Wundrevision mit Exstirpation einer Halsfistel. Die postoperative Wundheilung erfolgt zuerst vollständig ohne jede Blutungen.

 

 

  • Zustand 24 Monate nach Beginn (Abbildung 3)

 

 

  • 25 Monate nach Beginn: Die OP-Narbe öffnet sich plötzlich zweimalig mit Eiteraustritt (Abbildung 4).

 

Die Behandlung besteht aus einer fortgesetzten Desinfektion und einer Salbenbehandlung. Der sonografische Befund zeigt eine mit Eiter gefüllte Unterkieferloge.

 

  • 27 Monate nach Beginn: Das zahnärztliche Konsil erfolgt. Der Röntgenbefund (OPT) zeigt eine diffuse Aufhellung periradikulär 45, eine interradikuläre Aufhellung 47 sowie eine periapikale Aufhellung der mesialen Wurzelanteile 47 (Abbildung 5).

 

Die Therapie ist relativ einfach: Der ankylosierte 45 wird entfernt, ebenso erfolgt die Extraktion von 47 (Abbildungen 6 bis 9).

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