Zu guter Letzt

Den Verein im Herzen – und auf der Krone

Zahntechnikermeister Waldemar Hildebrandt mit seinem Kunstwerk FrauRolfesMachtGrafik

Angefangen hat vor zweieinhalb Jahren alles mit BVB-Fan Matthias Schildt. Er wünschte sich eine Zahnkrone mit dem Logo seines Clubs, weshalb die Praxis Großehelleforth in Bielefeld im Partner - labor ein handbemaltes Exemplar herstellen ließ und eingliederte. Schnell war die Idee geboren, auch ein Exemplar mit dem Wappen der Arminia zu erstellen.

„Das war erst mal nur ein Jux“, erklärt Dr. Felix Großehelleforth, der mit Vater und Ehefrau eine Gemeinschaftspraxis betreibt. In der Praxis – in der aktuell acht Behandler auf drei Etagen an 18 Einheiten und in zwei OPs tätig sind – stehtdie Krone von Arminia Bielefeld seitdem für alle Lokalpatrioten gut sichtbar auf dem Empfangstresen.

Fußballbegeisterte unter sich: die Bielefelder Zahnärzte Dr. Tim Sahrhage (l.) und Dr. Felix Großehelleforth (r.) mit Patient Matthias Schildt | FrauRolfesMachtGrafik

„Vor großen Spielen ist Arminia hier bei jedem Zweiten ein Thema“, sagt Großehelleforth, der seit vier Jahren zu den Sponsoren des Clubs gehört und selbst bei fast jedem Heimspiel auf der Alm dabei ist. „Wenn ich mal nicht kann, gebe ich meine Karte ab an Fans unter den Mitarbeitern – oder auch einem Patienten.“

Die Farbpalette der Keramikfarben ist reduziert, Rot und Grün sind schwierig, erklärt Hildebrandt, aber das Gelb-Schwarz der Borussia und das Blau-Weiß-Schwarz der Arminia funktionieren. | FrauRolfesMachtGrafik

Bei Neupatienten ist die Krone mit Arminia-Wappen ein beliebtes Einstiegsthema, nachgefragt hat den Zahnschmuck bisher aber noch niemand. „Ich bin da gar nicht traurig drüber“, sagt der Zahnarzt, schließlich bewege man sich schnell auf dünnem Eis, „wenn man ein Logo irgendwo drauf malt und das Produkt verkauft“. Denn ob alle Clubs so begeistert reagieren wie Arminia Bielefeld und Borussia Dortmund, ist sich Großehelleforth nicht sicher. „Beim BVB haben die sich damals fast totgelacht, als wir angefragt haben“, erinnert er sich. „Der O-Ton war: Wie geil ist das denn?“

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