Ladakhpartners-Partnership Local Doctors e.V.

Unterstützung für die Amchis

Heftarchiv Gesellschaft
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Der Meininger Hilfsverein „Ladakhpartners-Partnership Local Doctors e.V.“ hat sich erneut an der Weltkulturwoche in Meiningen beteiligt und sein Engagement für die Menschen in der entlegenen indischen Region Ladakh vorgestellt.

Die Vereinsmitglieder konnten nach eigenen Angaben wieder vielfältige Hilfe zur Selbsthilfe in der Himalaya-Region leisten. Die Region Ladakh ist ein altes Königreich im Norden Indiens, eingebettet zwischen den Gebirgsmassiven des westlichen Himalaya und denen des Karakorum-Gebirges. Konkret hat der Verein drei Jugendliche unterstützt, die an Hepatitis B erkrankt sind. Die zwei Schüler Tashi Lobzang und Stanzin Tsephel sowie die Schülerin Namgial Zangmo können nun ein Jahr lang mit einem Medikament versorgt werden, das die Kinder vor den Folgen der Erkrankung schützt. Die Kosten von insgesamt 700 Euro (über 70 000 Rupien) wurden vom Meininger Hilfsverein bereitgestellt.

Seit 2004 leistet der Zahnarzt und Vereinsvorsitzende Maik Wieczorrek medizinische Hilfe im Himalaya in 4 000 bis 5 000 Metern Höhe. In regelmäßigen Abständen reist er mit weiteren Helfern in die indische Region Ladakh um dort 13 Amchis, so heißen die Naturärzte, bei der Zahnbehandlung zu unterstützen. Bei einfachen Krankheiten helfen diese mit Kräutern und anderen Methoden. Bein Zahnbeschwerden sind sie dagegen machtlos.

Im Februar dieses Jahres reiste Wieczorrek erneut für einige Wochen in die schwer zugängliche Bergregion. Dort traf er sich mit den Amchis und behandelte fast 200 Patienten. Wieczorrek kam vor Ort mit Vertretern der ladakhischen Autonomieregierung zusammen und führte Gespräche mit Sonam Wangchuk, dem ladakhischen „Gesundheitsminister“, um ihn über das Projekt zu informieren. Danach erhielt er die offizielle Legitimation, als Zahnarzt in Ladakh weiterhin helfend tätig zu sein. Außerdem wurde von der Adminsitration die Bitte geäußert, angehende indische Zahnärzte in die Projektarbeit vor Ort zu integrieren.

Solarstrom für entlegene Dörfer im Himalaja

Des Weiteren gab es ein kurzes informelles Gespräch mit dem Verantwortlichen für Erneuerbare Energien von Ladakh, Jigmet Thakpa. Dort erfuhr der Meininger von den Plänen, die Dörfer um Lingshed, dem Hauptort der Projektarbeit, mit Solarstrom zu versorgen. „Dies wird der Verein bei seinen Aktivitäten in diese Richtung berücksichtigen“, so Wieczorrek. Gleichzeitig wurden Thundup Namgyal, Bürgermeister von Lingshed, Verschüttetensuchgeräte und Lawinensonden übergeben und der Umgang damit geübt. Der beschwerliche Weg nach Leh, der Hauptstadt von Ladakh, ist im Winter stark lawinengefährdet.

Im Sommer des nächsten Jahres planen die Meininger erneut eine Reise in die Region, um den Amchis in den buddhistischen Dörfern des Himalaya Nachschub an Material zu überbringen und die Ärzte sowie die Einwohner zahnmedizinisch zu unterstützen. Dort werden die Planungen des Vereins weiter vorangetrieben, ein Ärztehaus in Lingshed mit Solarstrom zu versorgen, um kleinere medizinische Geräte wie Bohrer oder einfach nur Lampen zu betreiben. Zur Umsetzung des Projekts laufen seit einem Jahr die Vorbereitungen. Die neue Situation durch die Pläne der indischen Regierung muss nun berücksichtigt werden, um die Nachhaltigkeit zu gewährleisten.

Der Verein hat seinen Vorstand wiedergewählt. Der Initiator des fast zehn Jahre alten Projekts, Maik Wieczorrek, wurde als Vorsitzender bestätigt. Weiterhin wurden Fred Kissling und Alexander Keiner als Stellvertreter sowie Sandra Schad als Schatzmeisterin gewählt. „Ich freue mich sehr, dass alle weiter dabei sind und wir konti- nuierlich unsere Arbeit fortsetzen können”, freute sich Wieczorrek.

„Ladakhpartners-Partnership Local Doctors e.V.“Ernestinerstr. 1898617 Meiningeninfo@ladakhpartners.de

SpendenkontoKonto:1360133913BLZ: 84050000Rhön-Rennsteig-Sparkasse

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